Sommerfest am Sonntag in Heiligenrode

Eine Kirche wagt den Aufbruch

Pastorin Tabea Rösler und Musikerin Livia Rosa freuen sich auf das Sommerfest am Sonntag in Heiligenrode. - Foto: Hapke

Heiligenrode - Von Andreas Hapke. Die Kirchengemeinde Heiligenrode treibt den Umbau des alten Schulhauses voran. Den nächsten Schritt zur Finanzierung des Vorhabens bildet das Sommerfest am kommenden Sonntag, 19. Juni. Nach Auskunft von Pastorin Tabea Rösler dürfen sich die Besucher auf ein buntes Programm freuen. Es beginnt um 11 Uhr mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche und beinhaltet Auftritte diverser Chöre. Das Ende ist für 18 Uhr vorgesehen.

Die Kirche möchte die alte Heiligenroder Schule erhalten, da sich in dem Gebäude auch ihr Gemeindesaal befindet. Kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Workshops, Schulungen und Lesungen gehen dort ebenfalls über die Bühne. Deshalb sollen im hinteren Teil des Hauses drei Wohnungen entstehen, deren Mieteinnahmen dazu dienen, das Darlehen für den Umbau zu bezahlen und das Haus langfristig zu sichern. Grünes Licht für den Kredit in Höhe von 250 000 Euro hat der Kirchenkreis Syke-Hoya bereits gegeben. Was noch fehlt, ist die Genehmigung der Landeskirche für die Aufnahme des Darlehens.

20 Prozent der Bausumme und somit 50 000 Euro muss die Kirchengemeinde Heiligenrode selbst aufbringen. Als „tolles Ergebnis“ bezeichnet es Tabea Rösler, dass nach einem Jahr bereits 34 000 Euro durch Spenden und Kollekten zusammengekommen sind. Bald schon will die Gemeinde die Betriebe ins Boot holen, um den Umbau in Angriff zu nehmen – oder den „Aufbruch zu wagen“, wie es Rösler formuliert.

„Aufbruch wagen“ – unter diesem Motto steht auch das Sommerfest, dessen Erlöse ebenfalls in die Baukasse wandern sollen. Rund um die Klosterkirche gibt es Kaffee, Bratwurst, Spiele und Musik. Der Pfarrgarten ist geöffnet. Um 13 Uhr tritt der Heiligenroder Posaunenchor auf, um 15 Uhr die Trommelgruppe Sambrassa. Weiter geht es mit der Brasilianerin Livia Rosa, die Lieder mit den kleinen Gästen singen möchte. Den Abschluss bestreitet um 17 Uhr das Ensemble Chorisma, das auch den Gottesdienst musikalisch gestaltet.

Das Engagement von Livia Rosa ist ein Testballon. Sollten Sprösslinge und Musikerin am Sonntag zueinander finden, sind weitere Projekte mit der Brasilianerin möglich. Rösler würde gerne die Dritt- bis Sechtsklässler mehr an die Kinderkirche binden.

Livia Rosa lebt seit zweieinhalb Jahren in Deutschland. Schon in ihrer Heimat hat sie viel mit Kindern gearbeitet, auch in sozialen Projekten. Sie hat in Brasilien Musikpädagogik studiert und macht zurzeit in einem Aufbaustudiengang in Bremen ihren Master. Livia Rosa spielt Klavier, Geige, Keyboard und Cajon.

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