„Ein Stachel im Fleisch“

Bürgerinitiative sammelt 427 Unterschriften gegen GAR-Erweiterung in Kätingen

Gegen die GAR-Erweiterung: Jürgen Schierholz. Er überreicht die Petition an Bürgermeister Stephan Korte. Foto: Rumann
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Gegen die GAR-Erweiterung: Jürgen Schierholz. Er überreicht die Petition an Bürgermeister Stephan Korte.

Stuhr - Als einen „Stachel im Fleisch“ beschreibt Jürgen Schierholz von der Bürgerinitiative für Landschafts- und Umweltschutz Nordwohlde und Fahrenhorst die GAR-Erweiterung in Kätingen.

Die Initiative hat nun insgesamt 427 Unterschriften aus Bassum und Stuhr gesammelt, die gegen die Erweiterung und damit verbundene Eichenwald-Abholzung sind. Am Mittwoch haben Schierholz und Hannelore Kosche die Petition an Bürgermeister Stephan Korte übergeben.

Ein Grund, der laut Initiative gegen die Firmenerweiterung spreche, sei die notwendige Abholzung. Die drei Hektar große Waldfläche solle für Bürogebäude oder Parkplätze weichen. Und das obwohl sie bereits eine Ausgleichsfläche für eine vorherige Erweiterung sei. Die Bürgerinitiative sehe einen Rückbau der Anlage als notwendiger an.

Außerdem sagen Schierholz und Kosche: „Es stinkt nicht nur, es dünsten auch Chemikalien aus.“ Sie würden sich eine Luftmessung vor Ort wünschen. Dem entgegnet Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier mit der Aussage, dass das Gewerbeaufsichtsamt in Hannover dafür zuständig sei.

Schierholz und Kosche fragen sich weiter, warum die Recyclingfirma nicht umgesiedelt werden würde. In Bremen gebe es „marode Industrieflächen“, die sich ihrer Meinung nach dafür eigenen würden.

Korte sagt dazu, dass man froh sein solle, dass es überhaupt Gemeinden gebe, die Recyclingfirmen auf ihrem Gebiet ansiedeln lassen. Müllrecycling sei „eine gute Sache“.

Generell hätte die Gemeinde Stuhr wenig Handlungsspielraum was die GAR-Erweiterungspläne betreffe. „Da das Firmengelände auf Bassumer Gebiet ist, hat die Stadt auch die Hoheitsmacht“, sagt Korte. Er sei dem Thema aber sehr aufgeschlossen gegenüber und möchte sich mit Bassums Bürgermeister Christian Porsch an einen Tisch setzen. Wie berichtet, hatte Porsch die Petition vorher schon erhalten. Laut Schierholz seien die meisten Unterschriften von Neubürgern. „Aber in Fahrenhorst zählt man auch noch als Neubürger, wenn man 20 Jahre dort lebt.“

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