„Jetzt tut sich endlich was“ 

Erschließungsarbeiten im Baugebiet Nienabers Mühle haben begonnen

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Trafen sich zum inoffiziellen „Startschuss“ für das Baugebiet Nienabers Mühle: Volksbankvorstand Herbert Hermes, Gemeindedirektor Helmut Denker und Bürgermeister Hans-Jürgen Schumacher, Ludger Ebenthal, Leiter der Volksbankfiliale Ehrenburg, Architekt Eckhart Mumm und Volksbankvorstand Dr. Martin Kühling (von links).

Ehrenburg - Zwei Bauherren konnten nicht mehr warten – es stehen bereits weit gediehene Rohbauten im neuen Baugebiet „Nienabers Mühle“. Die Erschließungsarbeiten begannen erst vor wenigen Tagen. „Wir sind froh, da spreche ich für alle Gemeinderatsmitglieder: Jetzt tut sich endlich was. Dass sich die Vorbereitungen so lange hingezogen haben, war für uns keine gute Situation – aber es hatte eben Gründe“, unterstrich Ehrenburgs Bürgermeister Hans-Jürgen Schumacher. Die Volksbank Vechta und die Gemeinde gaben am Dienstag den inoffiziellen „Startschuss“ für das Baugebiet.

Das rund 1,9 Hektar große Plangebiet barg „viele Widrigkeiten, die wir vorher so nicht gesehen haben“, räumte Schumacher ein, erinnerte etwa an die namensgebende Mühle Nienaber, deren Abriss sich verzögerte, da Fledermäuse sie bezogen hatten, und an die Probleme mit der Oberflächenentwässerung (wir berichteten). „Die Gemeinde hat ihr Regenrückhaltebecken fertig, jetzt erfolgt die Erschließung, für die wir eine Kooperation mit der Volksbank Vechta geschlossen haben“, stellte Gemeindedirektor Helmut Denker fest. Die sei dabei „letztlich nichts anderes als der verlängerte Arm der Kommune“, formulierte es Dr. Martin Kühling, der mit Herbert Hermes den Vorstand der Volksbank bildet. „Wir projektieren eigentlich in allen Kommunen, in denen wir vertreten sind, Baugebiete.“

14 Grundstücke werden durch die innere Erschließungsstraße mit Wendehammer – Arbeitstitel: „Nienabers Feld“ – erschlossen, fünf weitere durch die äußere Erschließungsstraße „Elfacker“, erläuterte Architekt Eckhart Mumm (Mumm und Partner, Twistringen), der das Projekt betreut. Sechs der Bauplätze sind als Mischgebiet ausgewiesen, könnten also durch nicht störendes Gewerbe genutzt werden (zum Beispiel eine Steuerberatungskanzlei). Zweigeschossige Bauweise ist möglich, Einzel- und Doppelhäuser (Maximalhöhe 10,60 Meter) sind zulässig.

Schmutzwasser- und Regenwasserkanal wird derzeit verlegt

Mitarbeiter der Schwafördener Firma Koldewei verlegen zurzeit den Schmutzwasser- und den Regenwasserkanal, die Versorger bringen die Strom- und Wasserleitungen ein. Im Hinblick auf die Breitbandausbaupläne seitens des Landkreises erinnerte Helmut Denker daran, auch Lehrrohre für Glasfaserkabel zu verlegen. Die Baustraßen werden geschottert und angespritzt, zu einem späteren Zeitpunkt bekommen sie Fahrbahnen in Pflasterbauweise. „Ich gehe davon aus – wobei das Wetter eine Rolle spielt – dass wir das Baugebiet bis Ende des Jahres erschlossen haben“, avisierte Mumm.

„Zwei Grundstücke sind verkauft, ein Abschluss steht kurz bevor und wir führen Gespräche mit zwei weiteren Interessenten“, nannte Ludger Ebenthal, Leiter der Ehrenburger Volksbank-Filiale, den „Wasserstand“. 29,50 Euro pro Quadratmeter – ein sehr günstiger Preis, waren sich die Teilnehmer des Treffens einig. Hans-Jürgen Schumacher: „Es ist klar, dass wir als Gemeinde das Baugebiet ,sponsern‘, das ist auch politisch so gewollt.“ Und für junge bauwillige Familien sei jetzt Planungssicherheit gegeben, ergänzte Herbert Hermes. An einem attraktiven Standort, warb Bürgermeister Schumacher, verwies etwa auf die Angebote in den Bereichen Sport, Kultur und Kinderbetreuung. Er erkundigte sich bei Eckhart Mumm, ob dieser ein Auge auf die Erschließungsarbeiten habe – der antwortete trocken: „Ich werde fürs Gucken bezahlt.“

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