164 Eheschließungen

Stuhrer finden wieder Gefallen am Heiraten

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Idylle pur: Insbesondere bei den auswärtigen Paaren steht das Varreler Gutshaus als Trauort hoch im Kurs.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Heiraten ist wieder angesagt in der Gemeinde Stuhr – oder wie ist es zu verstehen, dass die Zahl der Eheschließungen im vergangenen Jahr auf 164 schnellte? In den drei Vorjahren hatte die Statistik der Gemeinde noch konstant zwischen 126 und 129 Hochzeiten ausgewiesen.

Über die Gründe kann Andreas Leder als einer von sechs Standesbeamten des Rathauses nur spekulieren: „Vielleicht war es die gute konjunkturelle Lage, ich weiß es nicht. Ich könnte auch keine Entwicklung für 2018 vorhersagen.“ Fest steht für ihn aber, dass „die Abwicklung bei uns unkompliziert ist und wir uns auf die Paare besonders einstellen“.

Unverändert ist die Vorliebe der Turtelauben für eine Trauung im Rathaus. 93 Paare wollten dort den Bund fürs Leben schließen, 71 im Guts haus Varrel. 2014 hatten sich 57 von 126 Paare für das Gutshaus entschieden, 2015 waren es 45 von 129 und 2016 47 von 126. Der beliebteste Heiratsmonat in Varrel war im vergangenen Jahr der Juni mit 14 Eheschließungen, im Rathaus der Juli mit elf Trauungen.

Nach wie vor nehmen Frauen und Männer mitunter weite Wege auf sich, um sich in Stuhr das Ja-Wort zu geben. Jeweils ein Paar kam aus Tübingen, Frankfurt am Main, Köln und Hamburg, die meisten (14) stammten aus Bremen. Insgesamt zählten die Standesbeamten 27 auswärtige Paare, in den drei Vorjahren waren es zwischen zehn und 17. Bei den „Hochzeitstouristen“ steht das Gutshaus mit 18 Trauungen deutlich höher im Kurs als der Verwaltungssitz (9). Im Jahr 2015 hatten sich sogar sämtliche zehn auswärtigen Paare für das Gutshaus entschieden.

Männer im Schnitt 34,8, Frauen 32,8 Jahre alt

Bei zwölf Eheschließungen besaß mindestens ein Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit, unter anderem brasilianisch, polnisch, italienisch, südafrikanisch, ukrainisch, kosovarisch und kroatisch.

Die Männer waren im vergangenen Jahr im Schnitt 34,8, die Frauen 32,8 Jahre alt, bevor sie sich zum ersten Mal trauten. Dies entspricht in etwa dem Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2016. Bei 55 Paaren war mindestens ein Partner schon mindestens ein Mal verheiratet.

An diesem wichtigen Tag in ihrem Leben war die jüngste Frau 19 Jahre, der jüngste Mann 20 Jahre alt. Die älteste Frau brachte es am Tag der Eheschließung auf 67, der älteste Mann auf 75 Jahre.

Insgesamt entschieden sich 133 Paare für einen Ehenamen. Nur 13 Männer erklärten sich dabei bereit, den Namen ihrer Frau anzunehmen. Bei 15 Paaren erhielt ein Partner auf Wunsch einen Doppelnamen, bei 31 Paaren behielt jeder Partner seinen Namen bei.

Von der seit Oktober bestehenden Möglichkeit, eine eingetragene Lebenspartnerschaft als gleichgeschlechtliche Ehe anerkennen zu lassen, haben in dem kurzen Zeitraum gleich sechs Paare Gebrauch gemacht. In vier Fällen waren es Frauen. Dies ist umso erstaunlicher, als in den drei Jahren zuvor nur jeweils eine Lebenspartnerschaft begründet wurde. „Die Paare haben alle auf diesen Termin gewartet“, sagt Leder. „Das war gleichzeitig das Gros derer, die dafür in Frage kommen.“

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