Ehemalige Musical-AG feiert in der Mensa Premiere mit „Dracula“

Das Schöne im Bösen

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Lars Michalsky spielt in der neuen Produktion der ehemaligen Musical-AG Graf Dracula.

Brinkum - Von Sandra Bischoff. Nach den Schwierigkeiten im Herbst vergangenen Jahres (wir berichteten) präsentiert die Gruppe Musical-Sounds Stuhr-Brinkum, die frühere Musical-AG der KGS, jetzt seine erste Produktion. „Dracula – das Grusical“ feiert am Freitag, 18. September, um 18.30 Uhr in der Mensa der Schule Premiere.

Seit Ende vergangenen Jahres ist das Ensemble an den Seckenhauser Verein Spielraum angeschlossen. Ina Zurek hatte nach der Pensionierung des ehemaligen Musical-AG-Leier Beppo Mayr als Externe die Gesamtleitung übernommen. Aus arbeitsrechtlichen gründen konnten sie und ihre Mitstreiter aber nicht mehr mit Mitteln des Ganztagsbetriebs beschäftigt werden.

Die Aufführungen gehen jedoch weiterhin in der Mensa am Brunnenweg über die Bühne. Ein Zugeständnis der Gemeinde, wie Zurek sagt. Allerdings hebt sich der Vorhang zu allen Vorstellungen bereits um 18.30 Uhr, weil die Schule um 22 Uhr verschlossen sein muss.

In dem Musical von Claus Martin nach dem Roman von Bram Stoker trifft die lebenslustige und temperamentvolle junge Mina Murray (Nathalie Ciesla) in der verschlafenen Kleinstadt Huntington ein, um in Dr. Sewards Irrenanstalt (Dr. Seward gespielt von Tamme Reimers) ihre Ausbildung als Krankenschwester zu beginnen. Dort hat man alle Hände voll zu tun. Gerade wurde ein neuer Fall eingeliefert: Der schüchterne Mister Renfield (Imran Rose) faselt seit kurzem wirres Zeug und isst Fliegen. Außerdem ist die verklemmte Krankenschwester Lucy (Olivia Ruch) offenbar über Nacht zur lüsternen Nymphomanin geworden, dabei ist sie Mitglied im Sittlichkeitsverein. Alle Spuren führen ins verfallene Schloss von Graf Dracula (Lars Michalsky). Niemand ahnt, dass es sich dabei um einen Vampir handelt.

Seit September vergangene Jahres probt das 25-köpfige Ensemble. Regie führt Barbara Begerow-Schilling, Nils Röse ist musikalischer Leiter. „Das Stück ist witzig und frech, aber auch sinnlich“, sagt Zurek. Für sie sei es immer wieder eine Herausforderung, „die jungen Menschen aus der Reserve zu locken“.

Für ihren Kollegen Nils Röse stelle die musikalische Komplexität und die Umsetzung auf der relativ kleinen Bühne ohne technischen Raffinessen eine Herausforderung dar. Erstmals verzichtet die Verantwortlichen auf eine Band. „Wir können nicht mehr auf die Musiker der Schule zurückgreifen, und alles andere sprengt den finanziellen Rahmen.“ Deshalb arbeiten die Sänger mit Halbplayback.

„Meine Vampire sind alle sehr gut aussehend“, sagt die Gesamtleiterin über ihre Figuren. Das sei auch der Reiz an dem Stoff, „das Schöne im Bösen“ hervorzuholen.

So spielt zum Beispiel der 27-jährige Lars Michalsky aus Osterholz-Scharmbeck Graf Dracula. Er hatte schon im „Kleinen Horrorladen“ den Zahnarzt gegeben. Der Kontakt war über einen weiteren Schauspieler zustande gekommen. „Lars besticht durch seinen geschmeidigen und maskulinen Tenor“, so Zurek.

Weitere Aufführungen sind für das Wochenende 19. und 20. September sowie am Freitag und Sonnabend, 25. und 26. September, geplant. Karten gibt es für zehn Euro bei Ina Zurek (E-Mail ina.zurek@gmx.de), im Spielraumtheater und bei den Akteuren.

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