Ehemalige Küsterin Dorothea Bätjer ist neue Kirchenvorsteherin

Eine Kirchengemeinde mit vielen Eingangspforten

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Dorothea Bätjer ist sei Jahren eng mit der Kirchengemeinde Heiligenrode verbunden.

Heiligenrode - Von Sandra Bischoff. „Unsere Kirchengemeinde ist sehr offen, man findet gut Einlass“, sagt Dorothea Bätjer. Die 50-Jährige muss es wissen. Vor 25 Jahren zog sie nach Heiligenrode und knüpfte über die christliche Gemeinschaft Kontakte. Morgen wird sie im Gottesdienst als neue Kirchenvorsteherin eingeführt.

Das Erste, was Bätjer und ihr damaliger Lebensgefährte taten, als sie nach Heiligenrode kamen, war heiraten. „Wir haben unseren Wohnsitz angemeldet und uns am gleichen Tag in der schönen Kirche das Ja-Wort gegeben.“

Durch ihre Kinder entstand der Kontakt zur örtlichen Kirchengemeinde. „Wir sind da so reingewachsen, erst durch die Krabbelgruppe, dann durch den Spielkreis“, sagt Bätjer, die der Kirche nach eigenen Aussagen sehr nahe steht. „Ich komme aus einem Pastorenhaushalt“, erklärt sie.

Im Jahr 2000 übernahm die gelernte Physiotherapeutin für achteinhalb Jahre das Küsteramt in Heiligenrode. „Die Kinder waren klein, und ich konnte sie unter der Woche gut mitnehmen. Am Wochenende, wenn ich die Kirche für den Gottesdienst vorbereiten musste, war mein Mann ja zu Hause, um aufzupassen.“

Heute arbeitet die 50-Jährige wieder in ihrem Beruf als Krankengymnastin. „Aber ich habe immer gesagt, wenn die Kinder auf ihrem Weg sind, kann ich mir vorstellen, im Kirchenvorstand mitzuarbeiten.“

Bei der Wahl vor drei Jahren wollte sie noch nicht kandidieren. Aber als Ende 2014 ein Mitglied aus dem Vorstand ausschied und sie gefragt wurde, ob sie sich vorstellen könnte nachzurücken, sagte sie ohne zu zögern Ja. Anke Albers und Silke Krüger leiten das insgesamt sieben Personen umfassende Gremium. „Der Kirchenvorstand ist sehr engagiert, es macht Spaß, dort hineinzuwachsen“, sagt das neue Mitglied.

An ihrem Wohnort gefällt Bätjer besonders der dörfliche Charakter. „Man fühlt sich hier heimisch.“ Die Kirchengemeinde biete den Menschen außerdem vielfältige Möglichkeiten, sich einzubringen. „Es ist egal, ob man Musik machen will, Kontakt zu Gleichaltrigen sucht, jeder findet etwas für seinen Geschmack.“

Als Kirchenvorsteherin liegt ihr vor allem die Erhaltung des Geländes rund um das Gotteshaus am Herzen. Aber auch die Musik ist ihr wichtig. Sie selbst ist Mitglied im Gitarrenensemble Saitensprung. „Unsere Musikgruppen sind ein gutes Aushängeschild und eine Eingangspforte für Menschen, die neu hierher kommen.“

Bätjers Ziel sei es, die Gemeinde lebendig zu halten, zum Beispiel durch Sommerfeste, aber auch durch Gottesdienste. „Man muss sich überlegen, wie man sie gestaltet, um diejenigen einzuladen, die normalerweise nicht kommen. Das beste Beispiel sind die Gottesdienste an Pfingsten auf landwirtschaftlichen Höfen, die sind immer proppevoll.“ Vielleicht sollte man auch über die Uhrzeit nachdenken, sinniert Bätjer. „Die Leute haben heutzutage eine ganz andere Alltagsstruktur.“

Die neue Pastorin Tabea Rösler sei ebenfalls offen für Ideen. „Sie ist ein Motor, da fällt es sehr leicht, mitzumachen.“ Rösler gibt das Lob zurück: „Ich bin froh, dass Dorothea da ist. Sie kann die Dinge gut auf den Punkt bringen und hat eine zupackende Art, sie ist durch und durch Praktikerin.“

Der Gottesdienst mit der Einführung Bätjers morgen in der Klosterkirche beginnt um 11 Uhr.

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