Reitverein Heiligenrode schickt Teilnehmer auf 18 Kilometer lange Schleppjagd

Durch Wälder und den Warwer Sand zum Hohen Berg

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Schleppenleger Heinz Delekat auf „Rocky“ und seine Frau Inge Delekat auf „Lexa“ übernehmen bei der Schleppjagd den Part der Senioren.

Heiligenrode - Von Heiner Büntemeyer. Insgesamt 19 Reiterinnen und Reiter, darunter auch vier Teilnehmer auf Ponys haben sich am Sonnabend an der Schleppjagd des Reitvereins Heiligenrode beteiligt.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Wenn die Meute später die Spur verfolgt, gibt es als Belohnung den verdienten Pansen.

Zum zehnten Mal hatten Elisabeth und Georg Kramer als Jagdherren fungiert. Auf der Wiese gegenüber dem Hof Reinecke in Ristedt begrüßte Kramer beim Stelldichein alle Teilnehmer, und nachdem die „Rally Trompes de la Bruyere“ mit ihren Trompes zum Aufbruch geblasen hatten, ritten Heinz Delekat aus Nordwohlde und Hermann Budde aus Lemgo als Schleppenleger vorweg, um die Spur zu legen. Mit einigem zeitlichen Abstand folgten die Reiter den Hunden der „Cappenberger Meute“, die hechelnd und laut bellend die Spur verfolgten. Über 18 Kilometer führte die Schleppjagd durch den Warwer Sand, durch Ristedts Wälder und über Feldwege zum Hohen Berg in Ristedt. Unterwegs wechselten Schleppen mit Phasen ab, in denen nur Schritt geritten wurde, damit sich Pferde und Reiter ein wenig erholen und auf die nächste Schleppe vorbereiten konnten.

Das Teilnehmerfeld war unterteilt in ein „springendes“ und ein nicht springendes Feld, wobei die „Springer“ die insgesamt 35 Hindernisse übersprangen, während die anderen Reiter genügend Platz fanden, um seitlich an den Hindernissen vorbeizureiten.

Das Ziel war das Gelände am Hohen Berg, wo der Konvoi der Besucher rechtzeitig vor dem Feld eingetroffen war, so dass sie den eleganten Einlauf unterhalb des Hügels wunderbar verfolgen konnten.

Natürlich trafen die beiden Schleppenleger mit kurzem zeitlichen Vorsprung ein, und Heinz Delekat nahm mit seinem „Rocky“ mit zwei kraftvollen Sprünge über die dicken Baumstämme auch die letzten beiden Hindernisse. Während bei beiden Schlepper einritten wurden sie von zwei Trompes-Bläsern am Ziel mit dem „Halali“ begrüßt, denen drei weitere Trompes-Bläser vom Berg herab ebenfalls mit einem „Halali“ antworteten. Auf die gleiche, sehr stimmungsvolle Weise wurde kurz darauf auch das Feld begrüßt.

Nach dem Absitzen wurde die Meute versammelt, und auf ein Zeichen des Jagdherrn durften sich die Hunde auf die ausgelegten Pansen stürzen. Alle Reiter beglückwünschten sich mit einem „Halali-Halali“ gegenseitig zu der glücklich verlaufenen Jagd. Danach wurden die Pferde versorgt und abends traf man sich im „Spreekenhoff“ zum gemütlichen Reiterball.

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