Dritte Nominierung für Ralph-Hendric Ellmers bei „Weser-Hunte Filmklappe“

Nachwuchsregisseur zum ersten Mal vor der Kamera

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Spaß am Umgang mit der Technik: Ralph-Hendric Ellmers mit der Urkunde für den zweiten Platz bei der Filmklappe 2014.

Heiligenrode - Von Andreas Hapke. Gerade mal elf Jahre alt und schon ein routinierter Regisseur: Zum dritten Mal in Folge hat es Ralph-Hendric Ellmers geschafft, mit einem selbst gedrehten Videofilm für den Wettbewerb „Die Weser-Hunte Filmklappe“ nominiert zu werden. „Ich bin eben ein Wiederholungstäter“, sagt der kleine Heiligenroder.

Ein Wiederholungstäter wohlgemerkt, der sich nicht auf ein Genre festlegen möchte. Nach einer Dokumentation über die örtliche Wassermühle (2013) und dem Krimi „Brandheiße Ferien“ (2014) hat der Nachwuchsfilmer diesmal „Ralphs Kochstudio“ als Beitrag eingereicht. In acht Minuten und 31 Sekunden zeigen er und sein Kumpel Mathis Halfter als „Zwei-Sterne-Köche“, wie sie Gnocchi in feiner Mascarpone-Tomatensoße garniert mit Basilikum und Pistazien zubereiten. „Ralph kocht wirklich gerne“, bestätigt seine Mutter Manuela Ellmers. „Und das sehr gut“, fügt Papa Uwe hinzu, der schon ganz gespannt auf die diesjährige Platzierung ist. Bei der Premiere war es Platz eins, damals noch in der Kategorie Grundschule, im Jahr darauf der zweite Rang unter den Fünf- bis Siebtklässlern. Die Prämierung geht am 7. November in Sulingen über die Bühne.

Den Ausschlag für die erste Teilnahme an dem Kurzfilmwettbewerb „Die Weser-Hunte Filmklappe“ habe ein Zeitungsartikel gegeben, erinnert sich Ralph-Hendric. Dann habe er gemerkt, dass es ihm Spaß bereite, mit der Technik zu arbeiten. „Am besten gefällt mir das Schneiden“, erzählt er. Schauspieler hingegen „wäre gar nix für mich“.

Trotzdem ist er im neuesten Streifen als Darsteller eingesprungen, weil die ursprünglich vorgesehene Köchin eine halbe Stunde vor dem Dreh abgesagt hatte. „Das soll aber eine Ausnahme bleiben“, sagt der Elfjährige. Hinter der Kamera sieht er sich besser aufgehoben, alldieweil dort eine Menge Arbeit anfällt. Die Team- und Stabliste für „Brandheiße Ferien“ etwa weist ihn als Zuständigen für Kamera, Regie, Musik, Schnitt, Ton, Drehbuch und Rundfunkjingle aus. Nur den Part des Nachrichtensprechers hat der Papa übernommen, aus Gründen der Authentizität.

Sein Leidenschaft hat Ralph-Hendric schon durch halb Deutschland geführt. Der Sieg bei der „Weser-Hunte Filmklappe“ etwa bescherte ihm die Teilnahme an der Niedersachsen Filmklappe in Aurich. „Eine Riesenveranstaltung mit rotem Teppich, so richtig Hollywood-mäßig“, schwärmt Uwe Ellmers. Außerdem hat der Schüler nach erfolgreichen Bewerbungen an den Uelzener Filmtagen 2014 und an der 50. Werkstatt der jungen Filmszene im Mai dieses Jahres in Wiesbaden teilgenommen. Dort erhielt er eine Einladung zum 39. Filmfest in Weiterstadt bei Frankfurt im August. „Wenn das so weitergeht, dann bist du in zehn Jahren auf der Berlinale“, habe ihm jemand in Wiesbaden prophezeit.

Doch wer nun denkt, Ralph-Hendrics Karriere als Filmemacher sei vorgezeichnet, der irrt. Seinen Traumberuf hat der Junge nach eigener Auskunft noch nicht gefunden – wohl aber Ideen für weitere Filme. „Die sind aber noch nicht weiterentwickelt. Vielleicht irgendwann mal.“ Er müsse nicht jedes Jahr einen Film drehen, sagt er noch. Ausgeschlossen ist das aber auch nicht.

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