Firma Bunte Specht Stuhr hat sich Post-Immobilie bereits 2017 gesichert

Drei Mehrfamilienhäuser in Brinkum

Anstelle der Post-Immobilie wird es an der Melchersstätte künftig Wohnbebauung geben. Der Lärmschutz soll trotz der Straßenbahn gewährleistet sein.
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Anstelle der Post-Immobilie wird es an der Melchersstätte künftig Wohnbebauung geben. Der Lärmschutz soll trotz der Straßenbahn gewährleistet sein.

Stuhr – Auf dem Grundstück der ehemaligen Postbank an der Melchersstätte 8 in Stuhr sollen drei Mehrfamilienhäuser mit jeweils zwei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss entstehen. Da für die Fläche noch die Zweckbestimmung Post fesgelegt ist, bedarf es einer Teilneuaufstellung des Bebauungsplans Hüchtingstraße. In der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt beraten die Politiker am heutigen Donnerstag über den Vorentwurf und die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Ratssaal.

Eigens für dieses Projekt hatten die beiden beteiligten Firmen, die Papenburger Johann Bunte Bauunternehmung und die in Bremen ansässige Specht-Gruppe ein Joint Venture gegründet, die Bunte Specht Stuhr GmbH. Details waren nicht zu erfahren. „Da es sich um solch ein frühes Planungsstadium handelt, können wir dazu nicht mehr sagen, weil es noch nichts Konkretes gibt. Grundrisse stehen ebenso wenig fest wie das Investitionsvolumen“, teilte die Sprecherin der Specht-Gruppe, Frauke Meyenberg, auf Anfrage der Kreiszeitung mit. Ihrer Auskunft nach haben die beiden Unternehmen bereits gemeinsam das Ärztehaus auf dem Grundstück des Klinikums in Bremen-Mitte gebaut.

Weil die geplante Wohnbebauung an die Bassumer Straße grenzt und künftig auch Lärm durch die Straßenbahnlinie 8 zu erwarten ist, hatten die Investoren ein Schallschutzgutachten in Auftrag gegeben. Unter Einhaltung passiver Schallschutzbestimmungen sei die die Ausweisung als allgemeines Wohngebiet möglich, heißt es als Ergebnis in der Beschlussvorlage der Verwaltung. Unter passivem Schallschutz versteht man in diesem Fall die Dämmung von Wänden, Fenstern und Dachkonstruktion. Die Immissionen des Netto-Marktes würden einem allgemeinen Wohngebiet auch nicht widersprechen.

Die Erschließung ist über die Straße Melcherstätte vorgesehen. Eine Zu- und Abfahrt der Fahrzeuge entlang der Bassumer Straße ist aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht möglich. Die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Fuß- und Radwege der Bassumer Straße werden durch die Planung nicht berührt.

Läuft alles glatt, könnte das Verfahren laut Rathausmitarbeiterin Ayse Gül Önder bis Ende kommenden Jahres abgeschlossen sein. Theoretisch hätten die Investoren auch die Möglichkeit, einen vorzeitigen Baubeginn zu beantragen. Dies wäre nach der Offenlegung möglich, voraussichtlich im Herbst 2021.

Gemeinsam hatten die Johann Bunte Bauunternehmung und die Specht Gruppe die Post-Immobilie im September 2017 von einem kanadischen Fonds gekauft, dem damals noch rund 100 Filialen des Brief- und Paketkonzerns gehörten. Für das Joint Venture war die verkehrsgünstige und zentrale innerörtliche Lage der Fläche in Brinkum interessant.

Der Verkauf änderte nichts daran, dass die Deutsche Post Immobilien als Hauptmieter ihren Vertrag bis Mitte dieses Jahres behielt. Danach bestand zwar noch eine mehrjährige Option. Doch dass die ungenutzt bleiben würde, wurde bereits Anfang 2018 klar. Da kündigte die Postbank die Schließung ihrer Brinkumer Filiale an. Letztmals waren die Türen an der Melchersstätte Mitte März 2018 geöffnet.

Von Andreas Hapke

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