Rat entscheidet am 2. November

Drei Frauen als mögliche Bürgermeister

Gudrun Klomburg (SPD)

Stuhr - Von Sandra Bischoff. Die drei Ämter der stellvertretenden Bürgermeister teilen in der kommenden Ratsperiode nicht nur CDU und SPD unter sich auf. Nach vielen Jahren sind auch wieder die Grünen dabei, wie die Fraktionsvorsitzende Kristine Helmerichs bestätigt. Die Fraktionen haben ihre Wahlen größtenteils abgeschlossen, jetzt muss der neue Rat auf seiner konstituierenden Sitzung am Mittwoch, 2. November, seine Zustimmung geben.

Die SPD-Fraktion schickt wieder Gudrun Klomberg ins Rennen. „Da waren wir uns schnell einig“, sagt Fraktionschefin Susanne Cohrs. Die 55-jährige Klomburg ist seit der Kommunalwahl 2011 als stellvertretende Bürgermeisterin tätig.

Sigrid Rother (CDU)

Für die CDU tritt erstmals Sigrid Rother an. „Der Vorstand hat mich im Sommer angesprochen, ob ich Lust dazu hätte. Und ich habe Lust“, sagt die Moordeicherin. Sie bringe wichtige Voraussetzungen für das Amt mit, glaubt die 55-jährige Hausfrau. „Ich habe Zeit, meine Töchter sind fast erwachsen.“ Zudem sei sie seit mittlerweile zehn Jahren Mitglied des Kommunalparlaments, und dadurch verfüge sie über den notwendigen politischen Hintergrund. „Der muss bei einer solchen Aufgabe vorhanden sein.“ Nicht zuletzt könne sie gut mit Menschen umgehen, sei empathisch und kommunikativ. „Es war mitunter ein sehr zäher Wahlkampf, aber es gab immer wieder Momente, wo ich gemerkt habe: Ja, das ist es, was ich machen möchte.“

Die CDU stellt derzeit mit Doris Karin Hofmann und Uwe Schweers zwei der drei Ehrenamtlichen. Die langjährige Bürgermeisterin Hofmann hat sich mit Beginn der neuen Ratsperiode aus der Kommunalpolitik zurückgezogen. Die Fraktion sprach sich auf ihrer konstituierenden Sitzung am Donnerstagabend mehrheitlich für Rother aus. Insgesamt habe es drei Interessenten für das Amt gegeben, darunter auch Uwe Schweers. Die Grünen haben zuletzt in den 1990er-Jahren einen der drei ehrenamtlichen Bürgermeister gestellt, als es noch das Konstrukt mit dem Gemeindedirektor gab, der der Verwaltung vorstand. Als Cord Bockhop 2001 erster hauptamtlicher Bürgermeister wurde, gab es nur noch zwei Stellvertreter.

Kristine Helmerichs (Grüne)

Seit 2011 sieht die Geschäftsordnung wegen der steigenden Zahl der Termine drei Repräsentanten vor. „Die beiden großen Fraktionen CDU und SPD hatten uns damals schon gefragt, ob wir nicht jemanden stellen wollten. Aber Jens Schriefer und ich hatten zu dem Zeitpunkt beide neue Jobs angetreten“, sagt die Fraktionsvorsitzende Kristine Helmerichs. Nun seien fünf Jahre ins Land gegangen und die Fraktion bereit für diesen Schritt. Am Montag wollen die fünf Politiker klären, wer welche Ausschusse besetzt und wer stellvertretender Bürgermeister wird. „Wahrscheinlich werde ich es machen“, sagt Helmerichs. Denn nur aus dem Kreis des Verwaltungsausschusses (VA) dürften die Bürgermeister-Stellvertreter rekrutiert werden. „Und da ich wohl diejenige aus unserer Fraktion bin, die dort sitzt, kann auch nur ich diese Aufgabe übernehmen“, sagt die 50-Jährige, die Vollzeit beim swb-Vertrieb in Bremen arbeitet.

Ihr sei bewusst, dass es sich um einen Feierabendjob handelt. „Ich werde viele Termine an den Wochenenden wahrnehmen, das ist dann so.“ Aber es sei ihr wichtig, dass sich im Kommunalparlament der Querschnitt der Bevölkerung widerspiegele, und auch diejenigen mit einem Job Aufgaben wahrnähmen.

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