Dracula-Stück der KGS Brinkum ein „Knüller“

Vielleicht das letzte Projekt?

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Mit ihrem „Grusical“ landen die Schüler einen Erfolg.

Brinkum - Von Angelika Kratz. Dunkle, unheimliche Gestalten huschten am Freitagabend rund um die vollbesetzten Stuhlreihen der Mensa in der KGS Brinkum. Das Böse versuchte in der Premiere der ehemaligen Musical-AG die Macht zu ergreifen, Dracula als Blut saugender Vampir war fast hautnah zu spüren. Beim „Grusical“ nach einer Romanvorlage von Bram Stoker hielt die große Fangemeinde aus Eltern, Großeltern, Freunden, und Schulkollegen in vielfacher Hinsicht den Atem an. Darunter auch „Beppo“ Wilhelm Eugen Mayr, der an der KGS Brinkum mehr als 25 Jahre Theatergeschichte geschrieben hatte.

Nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand übernahm die Choreografin der Musical-AG, Ina Zurek, die Leitung. Unterstützung fand sie in Niels Röse im musikalischen Bereich und Barbara Bergerow als langjährige schauspielerische Leiterin der Musical-AG.

Der „kleine Horrorladen“ war erfolgreich auf der Bühne der KGS eröffnet worden, und entsprechend euphorisch ging es an das nächste Musical-Projekt „Dracula“. Das hatte aber unter keinem guten Stern gestanden, und so zitterten Peter Koschade in seiner Begrüßung die Beine. Er engagiert sich im Seckenhauser Spielraum-Theater. Dort hat die ehemalige Musical-AG aus arbeitsrechtlichen Gründen einen neuen Unterschlupf finden müssen. Auf Messerschneide habe das neue Musical-Projekt gestanden, aber schnell sei klar geworden: „Wir wollen weitermachen.“

Die „Musical-Sounds-Stuhr-Brinkum“ wurden geboren, die Versicherung war in trockenen Tüchern, die Schirmherrschaft übernahm der Verein „spiel.raum Stuhr“, und voller schauspielerischen Elans gingen die 15- bis 19-Jährigen an ihr „Grusical“.

Zum Premierenabend öffnete sich die renovierte Mensa der KGS Brinkum, und viele Stühle mussten dazugestellt werden, denn immer mehr Gäste kamen zum großen Ereignis. Als sich der Bühnenvorhang öffnete und zur Mittsommernacht ausgelassen getanzt und gesungen wurde, war sofort klar: Das wird ein Knüller. „Wir warten auf euch“, warnte indes Dracula mit seinen Gespielinnen“, aber das nahm das Publikum nur allzu gerne auf sich.

Die lebenslustige junge Mina möchte ausgerechnet im Irrenhaus von Dr. Seward in der Kleinstadt Huntington ihre Ausbildung als Krankenschwester beginnen. Dem überbehüteten Elternhaus zu entfliehen, war ihr Ziel, und prompt verliebt sie sich. Maklerin Mrs. Hawkins freut sich über einen riesigen Auftrag von Graf Dracula, den sie gerne auch noch als Ehemann hätte. Unwissend über dessen Treiben als Blut saugender Vampir wird sie fast wie Mina zum Opfer. Auf der nur mit wohltuend spärlichen Requisiten bestückten Bühne ging es hoch her. Graf Dracula wurde von Lars Michalsky, dem einzigen „Outsider“ der KGS wundervoll in Stimme und Schauspiel interpretiert. Nicht minder engagiert und überzeugend zeigte sich das ganze Ensemble, von denen etliche in mehrere Rollen schlüpften. Einen einzelnen besonders zu erwähnen, wäre sicherlich ungerecht. Voller Elan und Überzeugung, gerade im musikalischen Bereich, bewegten sich alle 23 Akteure bis hin zum abschließenden Maskenball mit sehenswerten Kostümen. „Ich habe mich amüsiert wie lange nicht mehr“, resümierte nicht nur Peter Koschade. Herzblut außerhalb aller Vampirtätigkeit steckte bei Ina Zurek und ihren Kollegen drin. „Ich habe unglaublich viel zurückbekommen“, kommentierte sie ihre ungezählten Stunden mit den Jugendlichen auf den Bühnenbrettern. Ob es mit einem weiteren Projekt weitergehen wird, da zuckte auch Beppo Mayr eher skeptisch mit den Schultern. Schade wäre es.

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