Scheibe landet in Korb oder Brombeerbusch

Discgolf für jedermann am Brinkumer Schützenplatz

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Hans Gehrke (l.) und Hans Schüler präsentieren einige Scheiben, mit denen Discgolfer auf Körbe zielen.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Sein Wandel ist der vom Skeptiker zum Fan: Anfangs hätte Rathausmitarbeiter Hans Schüler lieber eine größere Discgolfanlage gehabt als das Gelände an der Bassumer Straße. Etwas Weitläufiges wie im Bremer Ortsteil Rablinghausen hätte ihm gefallen. Inzwischen hat er seine Meinung geändert.

„Die neun Bahnen reichen vollkommen aus.“ Davon können sich die Freunde dieser Sportart am Mittwoch, 16. August, überzeugen, wenn am Brinkumer Schützenplatz das zweite Discgolfturnier über die Bühne geht.

Airbus hat sich angekündigt

Der zwei Runden umfassende Wettbewerb beginnt um 18.45 Uhr, Anmeldungen sind vor Ort von 18 bis 18.20 Uhr möglich. Insgesamt können 36 Personen teilnehmen, gespielt wird bis ungefähr 21 Uhr. Für die drei Erstplatzierten loben die Organisatoren – das Team Jugend mit Hans Schüler, Anlagenbauer Christoph Acktun, Platzpate Andreas Rinn und der FTSV Jahn Brinkum – Pokale aus.

Seit März vergangenen Jahres gibt es die von Acktun konzipierte Discgolfanlage in Brinkum. Sie sei gut angelaufen, sagt Schüler. Nicht nur, dass dort vereinzelt Leute ihre Frisbeescheiben auf die Körbe werfen würden. Auch Gruppen wie die Polizei Weyhe nutzten das Angebot, Airbus habe sich ebenfalls schon angekündigt.

Weit über 1000 Scheiben auf dem Markt

„Es freut mich, was hier passiert ist und dass aus relativ wenig Platz viel gemacht wurde“, sagt Hans Gehrke. Er ist Vizepräsident des Vereins Drehmoment Discgolf Bremen und natürlich passionierter Spieler. Doch das müsse man gar nicht sein, um in Brinkum an den Start zu gehen, denn: „Jeder Mensch schafft es, eine Frisbeescheibe zu werfen.“

Seit Gründung seines Vereins im Jahr 2003 habe sich in Sachen Discgolf „einiges getan“, sagt Gehrke. Es passiere zwar immer noch, dass Unwissende die Zielkörbe für Mülleimer halten oder ihre Fahrräder daran anketten. Doch die Akzeptanz nehme zu, was nicht nur durch fünf Bahnen in Bremen und Bremerhaven zum Ausdruck komme. Inzwischen gebe es zum Beispiel weit über 1 000 Scheiben auf dem Markt. „Wenn man sich erst einmal in die Materie einfühlt, hat man irgendwann 35 bis 40 Frisbees zusammen.“

Zumindest für die unterschiedlichen Distanzen packt der Kenner drei Arten von Scheiben in sein Bag, wie Discgolfer ihre Tasche in Anlehnung an den klassischen Golfsport nennen: sogenannte Driver für die langen Wege, Putter für das letzte Stück zum Korb und die Mid–range für die Entfernungen dazwischen.

Weiteres Turnier am 14. Oktober

Für den Anfang würden aber ein bis zwei Scheiben ausreichen, betont Gehrke. Und selbst das ist am Mittwoch nicht notwendig, da der FTSV Jahn Frisbees verleiht. „Das Spiel macht auf jeden Fall auch Spaß für Leute, die das noch nie gemacht haben“, sagt Schüler. „Auch wenn die Scheibe mal im Brombeerbusch landet.“

Gespielt wird am Mittwoch bei jedem Wetter, und auch nicht das letzte Mal in diesem Jahr. Ein weiteres Turnier ist für den 14. Oktober geplant. Laut Schüler beteiligt sich Stuhr dann am Discgolfmarathon, bei dem die Spieler von Platz zu Platz ziehen.

Nur allzu gerne würde er die Sportart auch in einer Schul-AG etablieren, um die Anlage an der Bassumer Straße noch mehr auszulasten. Frei zugänglich ist das Gelände für jedermann zu jeder Zeit.

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