Lösungen für das Finanzwesen

Digitales Stuhr: Dienstleistungen des Rathauses in der Straßenbahn bezahlen

Stuhrs Kämmerer Christoph Richter vor seinem Dienstzimmer.
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Treibt die Digitalisierung des Stuhrer Finanzwesens voran: Christoph Richter.

Die Stuhrer Verwaltung setzt auf die Digitalisierung ihres Finanzwesens. Nachdem Firmen schon ihre Rechnungen auf elektronischem Weg einreichen können, sollen bald die Bürger profitieren. Über Zahlungsdienstleister wie PayPal und giropay könnten sie dann mit mobilen Endgeräten bezahlen. 

Stuhr – In seinem Vorhaben, die Finanzverwaltung der Gemeinde Stuhr zu digitalisieren, ist Kämmerer Christoph Richter nach eigener Auskunft „einen großen Schritt“ weitergekommen. Das Thema hatte bei seinem Amtsantritt ganz oben auf der Prioritätenliste gestanden. Die Gemeinde setzt jetzt auf digitale Lösungen für den gesamten Finanzbereich.

Zusätzlich zum klassischen Papierweg etwa haben Unternehmen inzwischen die Möglichkeit, ihre Forderungen über ein spezielles eRechnungs-Postfach zu stellen. Laut Richter passiert das per XRechnung. Dieses Verfahren gilt als Standard für den elektronischen Zahlungsverkehr, insbesondere für den mit öffentlichen Auftraggebern wie Gemeindeverwaltungen.

„Das ist eine Win-win-Situation“, sagt Richter, denn nicht nur die Unternehmen würden davon profitieren. Durch den neuen Workflow könnten Rechnungen fehlerfreier und schneller bearbeitet werden. „Es ist einfach eine Entlastung für unser Personal.“ Früher hätten die Mitarbeiter alles händisch in das Buchungssystem der Verwaltung eingetragen. Dieses „lästige Ausfüllen“ entfalle jetzt, da XRechnung die Daten vorgebe. Deren Verarbeitung laufe komplett automatisiert im Hintergrund. Richter spricht von einer Verarbeitung „ohne Medienbrüche“.

Zeitaufwendige Einführung

Die jeweiligen Fachbereiche als Auftraggeber müssten die Rechnungen nur noch abzeichnen – nachdem sie einen Blick darauf geworfen hätten, ob Produkt und Preis stimmen. Die Einführung von eRechnung sei zeitaufwendiger gewesen als gedacht, sagt Richter. Mit der Aussicht auf Arbeitserleichterung hätten die Mitarbeiter die Umstellung mitgetragen. Die meisten seien bereits auf das System geschult.

Auf der Homepage der Gemeinde Stuhr unter www.stuhr.de/eRechnung sind alle notwendigen Informationen erhältlich.

Parallel treibt die Gemeinde die Möglichkeit des kontaktlosen Bezahlens voran. Im Bürgerbüro etwa muss der Kunde seine EC-Karte seit neuestem nicht mehr in den Kassenautomaten einführen. Vorhalten reicht.

Im nächsten Schritt will das Rathaus weitere Zahlungsarten anbieten. Dienstleister wie Paypal oder giropay sollen für die Bezahlung mit allen mobilen Endgeräten zur Verfügung stehen. Kunden könnten dann kleinere Verwaltungsdienstleistungen zum Beispiel in der Straßenbahnlinie 8 bestellen und das Geld direkt überweisen, sagt Richter. „So, wie man es von Amazon gewohnt ist.“ Das Bezahlen am Kassenautomaten sei dann ebenfalls per Handy möglich.

„Anforderungen an Digitalisierung gestiegen“

„Für die Abwicklung der Online-Zahlung wird der Bürger auf die sogenannte Landingpage unseres Zahlungsdienstleisters geführt“, erklärt Richter. Der Kunde könne dort zwischen den Bezahlmethoden Kreditkarte, giropay, Lastschrift oder PayPal wählen. Nachdem er die Rechnung auf die gewünschte Weise beglichen habe, gelange er wieder auf die Ursprungsseite, um den Vorgang abzuschließen.

Wann das mobile Bezahlen kommt, vermag der Kämmerer nicht zu sagen. Die Erweiterung des Zahlungsflusses sei bereits bei dem zuständigen Softwareanbieter in Auftrag gegeben. „Wir müssen es noch im Rathaus anpassen.“ Und das koste Zeit.

Bürgermeister Stephan Korte sieht die Finanzabteilung der Gemeinde Stuhr gut für den digitalen Wandel gerüstet: „Die Corona-Pandemie hat noch einmal ganz deutlich gezeigt, dass die Anforderungen an die Digitalisierung gestiegen sind.“ Mit Blick auf das Onlinezugangsgesetz und der Open R@thaus-Initiative der Gemeinde Stuhr (Initiative in Kooperation mit dem Landkreis, die Red.) wird der digitale Wandel in den nächsten Jahren beschleunigt.“

Laut Mitteilung wird das Rathaus alle Prozesse der Finanzverwaltung Schritt für Schritt hinsichtlich der Nutzerfreundlichkeit und der Kunden-/Bürgerorientierung untersuchen. Weitere für den Bürger positive Änderungen „sind also zu erwarten“.

Von Andreas Hapke

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