Stuhr räumt auf: „Corona-Edition“ mit Umwelt-Spaziergängen zwischen 15. März und 16. April

Die Crux mit den To-go-Verpackungen

Machen sich schon mal warm für die Umweltspaziergänge: (v.l.) Rolf Libertin, Sabine Sparkuhl, Viola Dahnken und Bürgermeister Stephan Korte.
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Machen sich schon mal warm für die Umweltspaziergänge: (v.l.) Rolf Libertin, Sabine Sparkuhl, Viola Dahnken und Bürgermeister Stephan Korte.

Stuhr – Das Pandemiegeschehen lässt die gemeinsame Müllsammelaktion „Stuhr räumt auf“ in diesem Jahr nicht zu. „Es war der Wunsch aller, trotzdem etwas zu machen“, sagt Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier. Heraus kam eine „Corona-Edition“ mit Umwelt-Spaziergängen zwischen dem 15. März und dem 16. April. 2020 war die Veranstaltung pandemiebedingt komplett ausgefallen.

Viola Dahnken, Vorsitzende des Heimatvereins Heiligenrode, findet die Idee „gut. Viele Menschen gehen zurzeit spazieren und könnten bei dieser Gelegenheit Müll aufheben“. Der Heimatverein werde sich an der Verteilung des dafür notwendigen Materials beteiligen.

In Groß Mackenstedt sind Abfallsäcke, Einmalhandschuhe und – in begrenztem Umfang – Greifzangen bei Sabine Sparkuhl und Andrea Radoy zu haben. Ihre gefüllten Mülltüten können die Teilnehmer dann auf dem Hof der Familie Sparkuhl abgeben, wo ein Müllcontainer bereitsteht.

„Die Reiterdamen von uns und aus der Nachbarschaft haben diesmal alle Zeit und sind dabei“, kündigt Sabine Sparkuhl an.

Die Notwendigkeit für die „Corona-Edition“ des Müllsammelns, darin sind sich die Organisatoren einig, besteht allemal. Dies haben die Mitglieder des Sportfischervereins Bremen-Stuhr nach Auskunft des Vorsitzenden Rolf Libertin bereits festgestellt. „Wir waren in diesem Jahr schon in der Gewässerpflege aktiv und haben mehr als zehn Tüten mit Unrat zusammengetragen“, berichtet Libertin.

Ob Kaffeebecher oder Pizzakartons: Besonders extrem sei diesmal die Menge an To-go-Verpackungen. „Die haben im Vergleich zu den vergangenen Jahren zugenommen“, stellt Libertin fest. „Früher ist man die Strecken der Kohlfahrer abgegangen. Dann wurden die sensibler, und jetzt hat man überall den To-go-Müll. Besonders schlimm ist es auf der Wiese am Flughafen.“ Der Verein werde auf seinem Gelände in Kuhlen einen Container aufstellen, aber auch unabhängig von den Spaziergängen Touren organisieren.

Sabine Sparkuhl und Viola Dahnken bestätigen die Erfahrungen Libertins. „Der To-go-Müll ist mehr geworden. Da hat uns Corona zurückgeworfen“, sagt Dahnken. Sie hat den Reisegarten in Heiligenrode als Schwerpunkt ausgemacht, Sparkuhl den Kuhteichweg in Groß Mackenstedt. Beide Orte sind als Treffpunkte bei Jugendlichen beliebt. „Nachdem wir über ein Mädchen Kontakt zu der Gruppe aufgenommen habe, funktioniert es aber“, sagt Dahnken. „Es wäre auch schade, wenn die sich dort nicht treffen könnten.“ Laut Sparkuhl hat es die Jugend gerade „am schwersten. Sie kommen halt manchmal heimlich zusammen“.

Ein positives Beispiel ist für Libertin der Hohenhorster See, „ein sehr beliebter Treffpunkt bei Jüngeren. Die haben ihre Flaschen zum Teil in Körben gesammelt und wieder mitgenommen.“

Laut Wimmelmeier wissen die Organisatoren, wo sich in ihrer Umgebung der Müll häuft. „Bei ihnen kann man sich nicht nur das Material abholen, sondern auch Tipps.“ Wo besonders viel Unrat liege, helfe die Gemeinde. Die kostenfreie Entsorgung garantiere hinterher die Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG).

Von Andreas Hapke

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