„Die Bremer Stadtmusikanten“ bieten auf Gut Varrel Wohlklang und Hörgenuss

Auf musikalische Reise durch viele Ecken der Welt

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Das Akkordeonorchester „Bremer Stadtmusikanten“ knüpft mit seinem Auftritt in der Gutsscheune Varrel an die Erfolge der Vorjahre an. Bei seinem neuen Programm nimmt es das Publikum mit auf eine musikalisch-akustische Reise durch aller Herren Länder.

Varrel - Von Rainer Jysch. Ein komplett neues Programm hat das Akkordeonorchester „Die Bremer Stadtmusikanten“ bei seinem „Jahreskonzert“ in der Varreler Gutsscheune präsentiert.

In zwei Veranstaltungen am Samstagabend und gestern Nachmittag ging das Konzert vor etwa 150 Gästen über die mit Frühlingsarrangements geschmückte Bühne. Unter der Leitung von Birgit Pedotti spielten die Instrumentalisten eine sehr unterhaltsame Mischung aus berühmten und weniger bekannten Melodien. Moderator Otmar Willi Weber führte durch das Programm.

Die 17 Akkordeonspieler einschließlich Bassistin Birgit Lenk und Schlagzeuger Thomas Janssen verstanden es, ihr Publikum von Beginn an mit eingehenden Klängen zu begeistern. Ein ausgezeichnetes Zusammenspiel und hervorragend abgestimmte Harmonien sorgten für Wohlklang und Hörgenuss.

Mit „La Capricieuse“ startete das Orchester, gefolgt von einer Auswahl von Liedern von George Gershwin, darunter „Summertime“ und „Rhapsody in Blue“. Die überaus weich vorgetragenen Melodien entführten das Publikum in die neue Welt. Über den großen Teich ging es auch bei der „New Orleans Suite“. Bei den vier Sätzen, darunter „The French Quartier“ und „Sunset at the Mississippi“, konnten sich die Zuhörer erneut auf eine musikalische Reise begeben. Großformatige Gemälde eines Mississippi-Raddampfers und einer untergehenden Sonne illustrierten an der Bühnenrückwand den virtuellen Ausflug in den Süden der USA.

Mit dem „Tango pour Claude“ des französischen Jazz-Akkordeonisten Richard Galliano ging es akustisch weiter nach Südamerika. Zurück in Europa spielte das Ensemble „An Irish Blessing“ (Irischer Segen): eine traditionelle, wunderbare Melodie von der grünen Insel, bei der man sich in weite Landschaften mit steilen Felsen in bewegter See versetzt fühlte. Um einen Kontrapunkt vor der Pause zu setzen, spielten die Stadtmusikanten „Copacabana“, eine bunte, kurzweilige Melodienfolge mit heißen Rhythmen aus Rio.

Im zweiten Teil des Konzertes erklang zunächst ein Melodienquerschnitt aus „Les Miserables“, dem Lieblingsmusical von Birgit Pedotti. „Allerfeinste Ware aus der Welt der Musik“ kündigte Otmar Willi Weber an, wie Stücke der Beatles, Lieder aus dem Musicalfilm „The Wizard of Oz“ und den Evergreen „Raindrops keep fallin‘ on my head“. Wer wollte, konnte am Ende mit einem Potpourri aus Erfolgsstücken von Peter Kraus abrocken. Die Lieder des Altrockers aus den 1950er- und 1960er-Jahren hätten für den Abschluss des „super abwechslungsreichen“ Konzertes gesorgt, wenn sich das Publikum nicht noch zwei Zugaben erklatscht hätte: „Friends Forever“ und „Wer hat an der Uhr gedreht?“ aus dem „Rosaroten Panter“. Deutlich mehr Zuhörer als beim Abendkonzert am Samstag verfolgten gestern den sonntäglichen Auftritt. Den Genuss komplettierten traditionell Kaffee und von den Musikerinnen selbst gebackener Kuchen.

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