Fachmarkt könnte Baulücke schließen

Sportartikelhändler Decathlon will sich in Brinkum-Nord ansiedeln

+
Die Märkte Kibek und Toom könnten auf dieser Fläche einen neuen Nachbarn bekommen – den Sportfachmarkt Decathlon.

Brinkum-Nord - Von Andreas Hapke. In bundesweit 50 Filialen präsentiert Decathlon bereits seine Auswahl an Artikeln für „über 70 Sportarten“, wie es auf der Homepage der Firma heißt. Die 51. Geschäftsstelle könnte im Gewerbegebiet Brinkum-Nord hinzukommen. 

Im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt geht es am Donnerstag, 8. Februar, um die Empfehlung zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Sitzung in Raum 145/146 des Rathauses beginnt um 18 Uhr.

Geplant ist der Markt auf der Freifläche zwischen dem Toom-Baumarkt und der Firma Teppich Kibek, der das Grundstück gehört. Laut Verwaltungsvorlage hätte die Decathlon-Filiale eine Gesamtverkaufsfläche von maximal 3 800 Quadratmetern. 

Davon sollen rund 2 500 Quadratmeter auf kleine und große Sportgeräte, Campingartikel wie Zelte und Schlafsäcke, Fahrräder sowie Spezialbedarf für Pferde und Jagdhunde entfallen. Für Sportbekleidung und Sportschuhe sind die restlichen 1 300 Quadratmeter vorgesehen.

Region Bremen „sehr sportlich“

Decathlon stuft die Region Bremen mit ihren Vereinen und Naherholungsgebieten als „sehr sportlich“ ein, sagt Genevieve Mulack vom Presseteam des Unternehmens. „Unser Projekt in Stuhr versucht, den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden aus Bremen und dem südwestlichen Umland gerecht zu werden.“ Der Standort sei ideal, da er als gewachsener Einzelhandelsstandort schon bekannt und etabliert sei. Dort gebe es schon ein umfangreiches Sportangebot, „das wir mit unseren Eigenmarken ergänzen können“.

Für das Vorhaben ist neben einem Bebauungsplan auch eine Änderung des Flächennutzungsplans notwendig. Die bisherige Zweckbestimmung der Baufläche – „Baumarkt“ beziehungsweise „Teppichmarkt“ – müsste in „Sportfachmarkt“ überführt werden.

Fachbüro attestiert Verträglichkeit

Das Hamburger Büro GfK Geomarketing hat das Projekt auf seine Verträglichkeit hin überprüft. Es kam zu dem Ergebnis, dass der Markt mit den Zielen des Landesraumordnungsprogramms vereinbar sei. Darüber hinaus beeinflusse die Ansiedlung weder die Funktion noch die Entwicklung der vorhandenen Versorgungsstandorte und -strukturen, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Das selbe Büro hatte sich im vergangenen Jahr mit der sogenannten Stuhrer Liste beschäftigt, in der die einzelnen Warensortimente mit ihrer Bedeutung für die jeweiligen Versorgungsbereiche aufgeführt werden. Hintergrund: Die Gemeinde wollte eine Grundlage für ihre künftige Bauleitplanung bekommen, auch und gerade im Hinblick auf die Entwicklung des Brinkumer Ortskerns.

Bürgermeister: „Wir finden, das passt gut dorthin“

GfK schlug damals unter anderem vor, Sportbekleidung und -schuhe, Sportgeräte sowie Campingartikel als nicht zentrenrelevant einzustufen. Im Ortskern hätte ein Anbieter solcher Sortimente wenig Chancen, sich gegen die Konkurrenz im Gewerbegebiet zu behaupten. Soll heißen: Märkte wie Decathlon sind in Stuhr „auf der grünen Wiese“ am besten aufgehoben. „Wir finden, das passt gut dorthin“, sagt Bürgermeister Niels Thomsen.

Für die Beurteilung der verkehrlichen Erschließung war das Büro PGT Umwelt und Verkehr zuständig. Demnach zieht der Sportfachmarkt nur eine „vergleichsweise moderate Steigerung des Verkehrsaufkommens“ nach sich.

Die ermittelten „Neuverkehre“, so heißt es in der Vorlage weiter, werden sich nicht spürbar auf den Knotenpunkt Bremer Straße/Carl-Zeiss-Straße/Gottlieb-Daimler-Straße auswirken. Bis 2030 wäre eine „hinreichend leistungsfähige Verkehrsabwicklung“ gegeben.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Gladbecker Geiseldrama: Ministerpräsidenten besuchen Grab

Gladbecker Geiseldrama: Ministerpräsidenten besuchen Grab

Aufbau für jbs-Maisfeldfete und Oldie-Abend in Westeresch

Aufbau für jbs-Maisfeldfete und Oldie-Abend in Westeresch

Brücke von Genua unterlag besonderen EU-Sicherheitsauflagen

Brücke von Genua unterlag besonderen EU-Sicherheitsauflagen

Abriss der Alten Molkerei in Hoya

Abriss der Alten Molkerei in Hoya

Meistgelesene Artikel

Zu wenig Wasser: Boot sitzt im Dümmer fest

Zu wenig Wasser: Boot sitzt im Dümmer fest

Gladbecker Geiseldrama: Regierungschefs besuchen Silke Bischoffs Grab in Stuhr

Gladbecker Geiseldrama: Regierungschefs besuchen Silke Bischoffs Grab in Stuhr

Spülmaschine verursacht Küchenbrand in Twistringen

Spülmaschine verursacht Küchenbrand in Twistringen

Brand an der B6: Zahlreiche Autofahrer benachrichtigen Einsatzkräfte

Brand an der B6: Zahlreiche Autofahrer benachrichtigen Einsatzkräfte

Kommentare