Schäden: Silbersee bleibt nicht verschont

Dauercamper beenden Saison mit „Xavier“

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Auch die alte Eiche musste Federn lassen.

Stuhr - Von Maren Jensen. Die Schäden, die das Sturmtief „Xavier“ in der vergangenen Woche hinterlassen hat, sind auch in Stuhr nicht zu übersehen. Die Dauercamper am Silbersee blieben nicht verschont: Aufgewühlte Blumenbeete, entwurzelte Bäume und umgerissene Sträucher zeigen die Folgen. Viele Dauercamper und auch Mitglieder der DLRG nutzten das Wochenende, um aufzuräumen.

„Seeadler“, das neue Boot der DLRG-Ortsgruppe und der ganze Stolz des Vorsitzenden Uwe Schweers, blieb unversehrt. „Da hatten wir zum Glück gar keine Probleme“, sagt Schweers. Auch Personen wurden nicht verletzt. „Die Badesaison ist ohnehin jetzt vorbei.“

Das Mobilfunknetz war überlastet. Und die Festnetz-Anschlüsse der Wohnwagenhalter waren zeitweise nicht erreichbar, so dass Freunde und Familienangehörige sich nicht informieren konnten.

Während in Dangast die Wohnwagen weggeschwommen waren, waren es am Silbersee nur die Gartenzwerge. Große Wasserpfützen und nasses Mobiliar zogen sich noch am Wochenende über den gesamten Platz. Gast Johann Seber aus Stuhr versuchte, mit dem Fahrrad über den überschwemmten Parkplatz am Eingang des Silbersees zu kommen. „Meine Tour dauert heute ein bisschen länger“, sagte der 71-Jährige lachend. 

Eigentlich wollte der Rentner eine gemütliche Herbsttour machen, stattdessen trübten auf dem Weg zum Silbersee ausgewurzelte Bäume und Büsche seine Sicht. „Ich habe das Gefühl, dass die Stürme in letzter Zeit heftiger geworden sind“, sagte er nachdenklich. So einen wie in der vergangenen Woche habe er in Stuhr seit Jahrzehnten nicht erlebt, erzählte er.

Große Eiche am Eingang stark beschädigt

Besonders die große Eiche am Eingang des Platzes hat große Schäden erlitten: Von ihr fielen die meisten Äste ab. Mit der Intensität und der zerstörerischen Kraft hatten die Camper nicht gerechnet. „Wir waren total überrascht“, sagte Familie Katenkamp. „Doch alle haben fleißig mit angepackt und schnell die Schäden behoben.“ Die meisten Dauercamper schätzen diesen Zusammenhalt in Stuhr. 

Manuela Alfke, die seit mehr als zehn Jahren zum Silbersee kommt, sieht es genauso. „Der Zusammenhalt ist wirklich enorm, hier packen alle mit an“, sagte sie. Gemeinsam mit ihrem Mann Kai und der DLRG organisiert die aus Bremen stammende Camperin auf dem Platz viele Aktionen. Doch für die meisten Bewohner ist die Zeit am Silbersee sowieso schon so gut wie vorbei. Vorzelte sind abgebaut, Wohnwagen abgedeckt und Deko für den Garten in die Gartenhütten gestellt. Nun endete die Saison für die meisten stürmisch.

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