„Danke, dass ihr uns so viel Intelligenz geschenkt habt“

Entlassfeier des Haupt- und Realschulzweigs der KGS Brinkum auf Gut Varrel

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Es war knapp, doch auch diesmal passten alle Schüler und Besucher der Entlassfeier in die Varreler Gutsscheune.

Varrel - Von Andreas Hapke. Seit zehn Jahren befürchtet Michael Triebs, Leiter der KGS Brinkum, dass bei einer Entlassfeier zu wenig Stühle für alle Schüler vorhanden sein könnten. Für einen Moment sah es gestern in der Varreler Gutsscheune danach aus, als sollte dieses Szenario eintreten. Am Ende fanden aber doch alle Haupt- und Realschüler eine Sitzgelegenheit.

Die Bläserklasse des sechsten Jahrgangs unter Leitung von Annika Jahn und Antje Jüttner begleitete den Einmarsch der Jugendlichen mit dem School Spirit March. Später war der Nachwuchs noch mit einem Ausschnitt aus der 9. Sinfonie von Antonín Dvorák zu hören.

Bevor Triebs auf die Leistungen der Entlassschüler einging, dankte er den Eltern für deren Engagement bei der Organisation der Feier. Ein ganz dickes Lob richtete er an den Förderverein Gut Varrel, der das durch den Sturm in Mitleidenschaft gezogene Vordach in einer Spät- und einer Frühschicht wieder hergerichtet hatte.

47 Schüler des Realschulzweigs erwarben den erweiterten Sekundarstufe-I-, 41 den Real- und einer den Hauptschulabschluss. Die Jugendlichen des Haupschulzweigs brachten es auf zwei erweiterte Sek-I-, 22 Real- und 32 Hauptschulabschlüsse. Damit haben weit über die Hälfte der Schüler einen höher qualifizierenden Abschluss erreicht als vorgesehen.

„Nutzt eure Chance“, rief Triebs den Schulabgängern zu. „Seid neugierig, traut euch ‘was, ihr könnt ‘was, und gebt nicht auf, auch wenn mal etwas daneben geht“, sagte er. In Sachen Anstrengung mochte er keine Entwarnung geben, denn: „Das Lernen wird nicht aufhören.“ Da die Zeit nun knapper werde, riet Triebs den Schülern, sie sinnvoll zu nutzen. Wie, das wusste er als gelernter Sportlehrer zu präzisieren: „Die richtige Pause an der richtigen Stelle ist mehr wert als die härteste Trainingseinheit.“

Für die Gemeinde überbrachte die stellvertretende Bürgermeisterin Kristine Helmerichs die Grußworte. „Heute ist die Gelegenheit, innezuhalten und zurückzuschauen“, sagte sie. Es werden unendlich lange Stunden dabei gewesen sein, das wisse sie aus ihrer eigenen Zeit an der KGS Brinkum. „Aber auch viele spannende und fröhliche Stunden.“ Auf die Schüler würden nun neue und aufregende Situationen warten. „Steckt den Kopf nicht in den Sand“, riet sie den Jugendlichen und fügte hinzu: „Die Gesellschaft braucht euch, eure Kreativität und euer Wissen.“

Bei der Zeugnisausgabe verabschiedete sich jede Klasse auf ihre ganz besondere Weise von ihren Lehrern. Der Hobbyangler Frank Bank etwa erhielt von der R10b einen „Fisch für zuhause, da kann man sogar eine Kerze reinstellen“. Die R10c fand, dass Andrea Barnert „mehr als nur eine Klassenlehrerin“ gewesen sei. „Es gab schon Lehrer, die heulend ‘rausgelaufen sind“, berichtete eine Schülerin.

Bei den Eltern bedankten sich die Jugendlichen für das Kopiergeld und das Begleichen anderer Nebenkosten sowie dafür, „dass ihr uns so viel Intelligenz geschenkt habt“. Für ihre „tollen Kinder“ lobte ein Realschüler die Erziehungsberechtigten: „Sie haben alles richtig gemacht. Seien Sie stolz auf Ihre Kinder, seien Sie stolz auf sich. Feiern Sie schön.“ Welche Party länger gedauert hat – die der Eltern oder die der Schüler – war bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren.

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