Gemeinde lehnt Anfrage ab

Daddeln verboten im ehemaligen „Fressnapf“

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Stuhr - Nach Auskunft von Stadtplaner Christian Strauß hat es für die Ladenfläche des ehemaligen „Fressnapfs“ (unten l.) eine brisante Anfrage gegeben: Ein Interessent habe dort eine Vergnügungsstätte mit Spielautomaten und Billardtischen betreiben wollen.

„Das wäre sogar zulässig gewesen“, sagte Strauß am Mittwochabend im Rat. „Das hat uns sehr verwundert, zumal in einem Wohngebiet.“ Automatenspiele seien keine sinnvolle Ergänzung zum Angebot des gegenüberliegenden Jugendhauses, fügte Strauß noch scherzend hinzu. 

Seine Recherche ergab: Wegen des Wohngebiets Briseck wurde 1997 ein Mischgebiet festgesetzt, das Tankstellen und Vergnügungsstätten ausschließt. Um ein Nahversorgungszentrum „mit gewisser Qualität“ zu gewährleisten, folgte 1999 die Umwandlung in ein Kerngebiet, das generell Vergnügungsstätten erlauben würde. „Es wurde vergessen, die wieder herauszunehmen“, sagte Strauß.

Dieses Versäumnis holte der Gemeinderat nun nach, und zwar durch eine textliche Ergänzung im Bebauungsplan „Städtebauliche Entwicklungsmaßnahne Brinkum-Seckenhausen“. Den Aufstellungsbeschluss fassten die Politiker einstimmig. 

ah 

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