Standorte Brinkum und Groß Mackenstedt

Corona-Pandemie: Vier weitere Schnelltestzentren in Stuhr

Testperson und medizinisches Personal in Corona-Schnelltestzentrum
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Sich schnell testen zu lassen, könnte in Stuhr bald in fünf Zentren möglich sein.

Möglicherweise verfügt die Gemeinde Stuhr bereits in der kommenden Woche über fünf Corona-Schnelltestzentren. Neben der bestehenden Einrichtung in Fahrenhorst sollen drei weitere in Brinkum und eine in Groß Mackenstedt hinzukommen. Zwei davon sind als „Drive In“-Testzentren geplant.

Stuhr – Voraussichtlich schon in der kommenden Woche werden in Stuhr weitere Corona-Schnelltestzentren öffnen. Allein drei Einrichtungen dieser Art plant der Bremer Mediziner Malte Rossius gemeinsam mit einer Eventagentur aus Oldenburg. Fortgeschrittene Gespräche über ein weiteres Testzentrum in Brinkum meldet Bürgermeister Stephan Korte. Unterdessen treibt die Gemeinde die Impfung ihrer Ü70-Bewohner auf Gut Varrel voran.

Nach Auskunft von Malte Rossius hat das Gesundheitsamt des Landkreises Diepholz gestern mündlich grünes Licht für die von ihm geplanten Testzentren in den Gewerbegebieten Brinkum-Nord und Groß Mackenstedt gegeben. „Sobald wir das auch schriftlich vorliegen haben, geht es los.“ Spätestens am Montag könnten die Bürger Termine in zwei von drei Einrichtungen buchen: bei Teppich Kibek an der Gottlieb-Daimler-Straße 16 und im Ikea-Möbelhaus an der Henleinstraße 1a. Während die Station bei Kibek ein „Drive in“-Angebot ist, das heißt, Autofahrer müssen ihr Fahrzeug für den Abstrich nicht verlassen, ist das „Walk through“-Konzept bei Ikea ausschließlich für Fußgänger gedacht. Die Einrichtungen sind von Montag bis Samstag, 9 bis 18 Uhr, geöffnet.

Was das dritte Testzentrum bei Media Markt/Roller am 3-K-Weg 25a in Groß Mackenstedt angeht, habe er bereits positive Signale erhalten, sagt Rossius. Demnach befinden sich die Gespräche über ein weiteres „Drive in“-Konzept kurz vor dem Abschluss. „Zu 100 Prozent steht das aber noch nicht fest.“

Partner haben Erfahrung mit „mehreren“ Testzentren

Laut Mitteilung bieten die Zentren die sogenannten Bürgertests an – Antigen-Schnelltests, die beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelistet sind sowie den Sensitivitäts- und Spezifitätsvorgaben des Paul-Ehrlich-Instituts und des Robert-Koch-Instituts entsprechen.

Als Betreiber der Einrichtungen treten nach Auskunft Rossius’ er und sein Oldenburger Kollege Thomas Fechner sowie eine Eventagentur aus Oldenburg auf. Diese Partner hätten bereits Erfahrungen mit „mehreren“ Testzentren in Oldenburg. „Jeder bringt sein Know-how mit ein“, sagt Rossius. Die Agentur bereite die Infrastruktur vor und koordiniere den Einsatz der Mitarbeiter. Letztere würden von ihm und Fechner geschult.

Ihre Termine können die Bürger online über die Seite www.corona-test-stuhr.de buchen. Gestern war die Seite noch nicht zu erreichen, doch spätestens ab Montag soll das der Fall sein, wie Rossius auf Nachfrage bekräftigt. Die Terminbestätigung enthält einen QR-Code, der unmittelbar vor dem Abstrich eingescannt wird. Das Vorlegen eines ausgedruckten QR-Codes reicht ebenfalls.

Laut Mitteilung wird der Testperson ein Abstrich aus dem vorderen Bereich der Nase entnommen. Per Test-ID kann der Bürger sein Ergebnis nach 30 Minuten online abrufen. Es wird nach 72 Stunden gelöscht. „Der gesamte Vorgang des Eincheckens und Testens dauert etwa fünf Minuten“, heißt es in dem Schreiben weiter.

2327 Impftermine für Ü70-Jährige

Für die kommende Woche rechnet Bürgermeister Stephan Korte mit der Inbetriebnahme eines weiteren Testzentrums in Brinkum. Den Namen des Betreibers wollte er aber noch nicht nennen. Nachdem kürzlich schon Testungen im Stiftungshaus Fahrenhorst begonnen hatten (wir berichteten), würde Stuhr bald über fünf Schnelltestzentren verfügen.

Wie Korte berichtet, hat die Gemeinde inzwischen allen interessierten Bürgern über 70 Jahren einen Impftermin mitgeteilt. Insgesamt habe das Team Impf-Organisation der Verwaltung 3 748 Personen angeschrieben und 3 267 Rückmeldungen erhalten. Davon hätten 777 Bewohner das Angebot nicht angenommen. Weitere 150 Bürger seien nach der Anmeldung wieder abgesprungen, größtenteils weil sie anderweitig eine Impfung erhalten hätten – beim Hausarzt oder im Impfzentrum in Bassum. Die Gemeinde habe Termine an 2 327 Personen vergeben.

Abgesagte Termine neu zu vergeben, sei eine herausfordernde und zeitaufwendige Aufgabe gewesen. Gleichwohl hätten die ersten beiden Impftage für die Ü70-Jährigen auf Gut Varrel reibungslos geklappt. „Es ist gelungen, jeweils 800 Leute zu impfen. Davon war ich ganz angetan“, sagt Korte. Nur an einem Tag seien zwölf Impfdosen übrig geblieben. Teams des Deutschen Roten Kreuzes und Mitglieder des Fördervereins Gut Varrel sorgen für den reibungslosen Ablauf vor Ort. Der dritte Impftermin ist für den 14. Mai vorgesehen. Zuvor erhalten allerdings noch die Ü80-Jährigen am 7., 8. und 12. Mai ihre Zweitimpfung.

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