1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Diepholz
  4. Stuhr

Cordes & Graefe investiert in zwei neue Logistikhallen

Erstellt:

Von: Rainer Jysch

Kommentare

Drohnenfoto von der Baustelle von Cordes & Graefe
An der Wulfhooper Straße entstehen in den kommenden Jahren zwei neue Logistikhallen mit zusammen fast 15000 Quadratmetern Fläche. © Rainer Jysch

Der Betrieb läuft weiter, während bei Cordes & Graefe in Seckenhausen zwei große neue Logistikhallen entstehen. Derzeit wird das Fundament für die neue Halle C gelegt.

Seckenhausen – „Jetzt bauen wir die erste Halle, und dann kommt eine zweite, gleiche Halle noch einmal dazu“, informiert Michael Hardemann (60), geschäftsführender Gesellschafter der Firma Cordes & Graefe Bremen KG mit Sitz in Seckenhausen an der Wulfhooper Straße. „Das ist wie eine Operation am offenen Herzen: Der Betrieb geht ja weiter.“

Ein riesiges Schild an der Bundesstraße 322 weist auf die Großbaustelle hin. Im Februar dieses Jahres war mit der Beseitigung einer Werkstatt mit Waschhalle und dem Abriss des Hausmeister-Wohnhauses mit dem Projekt begonnen worden. Momentan ist das beauftragte Bauunternehmen mit den Fundamenten für die erste, 7600 Quadratmeter große Logistikhalle (die sogenannte Halle C) beschäftigt. Demnächst sollen die vorgefertigten und bereits angelieferten Stützpfeiler aufgerichtet werden. „Wir sind im Plan“, bestätigt Projektleiter Reiner Schröder (61) den Baufortschritt. „Ende 2022, Anfang 2023 soll die Halle C fertig sein.“

Abschluss der Maßnahmen bis 2024

Im November 2021 war auf der gegenüberliegenden Seite der Wulfhooper Straße das 30 000 Quadratmeter große Außenlager fertiggestellt und die Ware dorthin umgesiedelt worden. Dieser Schritt hatte die aktuellen Baumaßnahmen am Firmensitz erst möglich gemacht. Noch vor Abschluss der derzeit laufenden Arbeiten an der ersten Halle wird dann eine zweite Logistikhalle (Halle D) mit einer Bodenfläche von rund 7000 Quadratmetern in Angriff genommen. „Die zweite Halle soll später die Halle C mit den älteren Bestandsbauten verbinden“, erklärt Reiner Schröder zum Vorhaben.

Eine kleinere Halle mit dem Wareneingangsbereich soll dafür weichen. Schröder rechnet mit dem Abschluss der gesamten Baumaßnahme bis Mitte 2024. „Die zweite Logistikhalle wird mit einer Höhe von bis zu 15,5 Metern deutlich höher als die vorhandenen Bauten“, macht Michael Hardemann auf später klar sichtbare Veränderungen aufmerksam. „Dadurch, dass die Lagerungsmöglichkeit mit Paletten-Regalen auf mehreren Ebenen erfolgt, steigt die Kapazität deutlich umfangreicher, als die reine Bodenfläche das aussagt“, erklärt er.

In zwei neue Logistikhallen investiert Cordes & Graefe in Seckenhausen.
In zwei neue Logistikhallen investiert Cordes & Graefe in Seckenhausen. © Rainer Jysch

Der Großteil des täglichen Lagervolumens werde in den zwei neuen Hallen untergebracht. Viele interne Arbeitsabläufe können so optimiert werden. „Zudem werden wir in den Hallen die neuesten Lagersysteme installieren, die es uns ermöglichen, sehr viel effizienter zu arbeiten. Außerdem: Zum bestehenden Lieferprogramm mit rund 80 000 verschiedenen Artikeln kommen etliche neue Produkte hinzu. Und wir sind dann in der Lage, Ware in größeren Losgrößen einzukaufen“, so der Geschäftsführer. Auch das sorge für mehr Effizienz.

Im Zusammenhang mit dem Bau der beiden Lagerhallen sollen 1200 Quadratmeter zusätzliche Büroflächen über den Verladerampen entstehen. Inwieweit sich der Personalbedarf mit der Baumaßnahme erhöht, stehe indes noch nicht fest. „Wir sind in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen, auch personell“, berichtet der 60-jährige Geschäftsmann.

Fotovoltaik und Wärmepumpen: Unternehmen produziert gesamten Strom selbst

Eine 500 Quadratmeter große Fotovoltaikanlage auf den Hallendächern sowie Wärmepumpen kommen zur Energieversorgung zum Einsatz. „Wir vermarkten diese Technik nicht nur, wir setzen sie künftig auch selber in großem Umfang ein“, sagt der Firmenchef. „Wir werden unseren gesamten Strom selbst produzieren und verbrauchen, sodass wir keine Energie von außen benötigen“, sieht er den besonderen Vorteil. Von den politischen Verwerfungen (sprich: Krieg in der Ukraine) sowie vom temporären Ausfall der Liefermöglichkeiten aus China (Stichwort: Quarantäne in Schanghai), wird Cordes & Graefe nach Firmenangaben nur indirekt tangiert.

In erster Linie sei ein Teil der Lieferanten betroffen, die jedoch durch Erschließung neuer Märkte darauf reagiert hätten. Längere Lieferzeiten seien nun die Folge. Hardemann: „Wir haben durch den Einkauf größerer Mengen vorplanen können. Auch das benötigt natürlich ein Mehr an Fläche.“

Auch interessant

Kommentare