Christian Schlemm investiert rund 750000 Euro in sein A1 Hotel

Komplettsanierung bis zum Herbstbeginn

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Die Zimmer in der vierten Etage sind fast fertig. Hotelinhaber Christian Schlemm schaut sich das Ergebnis in einem der Zimmer an.

Moordeich - Von Sandra Bischoff. PVC-Beläge in Holzoptik statt Teppich, Boxspringbetten in Überlänge statt Einzelbetten – für die Komplettsanierung seines A1 Hotels nimmt Inhaber und Geschäftsführer Christian Schlemm rund 750000 Euro in die Hand.

Im Jahr 2006 übernahm Schlemm das 1998 eröffnete Hotel, das sich zwar in Familienbesitz befand, aber bis dahin verpachtet war. „Ich dachte damals, ich probiere es einfach mal“, sagt der gelernte Bankkaufmann. Im Laufe der Jahre habe er immer wieder saniert und vergrößert, so zum Beispiel das Restaurant. Nun will er sein Haus in einem großen Rundumschlag „dem Standard und den Wünschen der Gäste“ anpassen.

Die Zimmer bekommen ein komplett neues Gesicht. Moderne Boxspringbetten mit einer Breite von 1,60 Meter und 2,10 Metern Länge stehen den Gästen in Zukunft zur Verfügung. Die PVC-Böden in Holzoptik sind laut Schlemm robust und hygienisch. Die Zimmer werden in Grautönen gehalten. Die einzigen Farbtupfer sind die roten Sessel und die Vorhänge.

Die Bäder werden ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht. Dazu gehören neben einem ebenerdigen Duscheinstieg auch neue Waschbecken sowie eine spülrandlose Toilette in jedem Bad. „Die Duschvorhänge kommen weg, die Glaskabinen rein, das ist heute alles Standard“, sagt der 34-Jährige.

Die Türen erhalten einen weißen Anstrich, die Elektrik wird erneuert und die Glühlampen durch LED-Technik ersetzt. Schallschutzfenster ersetzen die alten aus Holz. Rund 10000 Euro pro Zimmer und dazugehörigem Bad rechnet Schlemm.

Anfang Juli haben die Bauarbeiten im Wellness- und Saunabereich im fünften Stock sowie in den Zimmern in der vierten Etage begonnen. Die Decken hat Schlemm in dem Stockwerk abhängen lassen. „Durch das Chaletdach hatten wir zum Teil eine Deckenhöhe von fünf Metern, das war schwierig zu reinigen“, sagt er.

Der Bautrupp arbeitet sich etagenweise nach unten vor. In allen Stockwerken erhalten die Flure neue Teppiche. Auch das Erdgeschoss bleibt von der Renovierung nicht verschont. Der Eingangsbereich mit der Rezeption, die Bar und das Restaurant erhalten ebenfalls PVC-Beläge. „Ich möchte keine Fliesen mehr sehen“, sagt Schlemm. Denn deren durch Dreck verfärbte Fugen sind für den Geschäftsführer ein Ärgernis. Auch die öffentlichen Toiletten und der Keller bekommen ein neues Gesicht. Pro Etage hat Schlemm eine Bauzeit von rund vier Wochen angesetzt.

Die Renovierungsarbeiten hat Schlemm bewusst in die warme Jahreszeit gelegt. „Die Sommerferien sind für uns als Businesshotel ideal, um zu sanieren und zu renovieren.“ Mit 75 Zimmern und 144 Betten ist Schlemms Haus nach eigener Aussage eines der größten im Landkreis.

Bis zum Herbstbeginn sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Dann wird der Name des A1 Hotels um den Zusatz Five Seasons erweitert. „Damit wollen wir die Verbindung zu unserem gleichnamigen Hotel in Bremen herstellen und den Grundstock einer Kettenfähigkeit legen“, sagt Schlemm.

Denn bei den beiden Häusern in Stuhr und Bremen sowie dem Hotel Atlantic auf Juist soll es laut Schlemm nicht bleiben. „Wir wollen noch expandieren.“ Zurzeit richtet sich sein Blick Richtung Hamburg. „Dort gibt es Potenzial.“

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