Chor-Nection singt James-Bond-Hymne

Vom Kino ins Kirchenschiff

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Singen in der vollbesetzten Klosterkirche: die Ensemblemitglieder von Chor-Nection.

Heiligenrode - Von Angelika Kratz. „Sommerzeit“ versprach der Pop- und Gospelchor der Musikschule Reckeweg „Chor-Nection“ für Freitagabend in Heiligenrode. Nicht nur hinsichtlich der vorausgegangenen trüben und kühlen Tage, sondern auch dank seines mittlerweile hervorragenden Rufes platzte die Marienkirche fast aus den Nähten.

Wer wie gewohnt erst kurz vor dem Konzertbeginn eintraf, hatte nicht nur hinsichtlich eines Parkplatzes, sondern auch eines Sitzplatzes das Nachsehen. Küsterin Elke Parusel musste einige Gäste mit einem Kopfschütteln verabschieden. „Wir haben keinen einzigen Stuhl mehr“, bedauerte sie. Selbst die Empore war bis auf alle Treppenstufen ausgereizt.

Eine imposante Kulisse auf jeden Fall für die 31 Chormitglieder und ihren Leiter Florian Krämer beim Einzug in den Altarraum. Ganz in Schwarz gekleidet mit türkisfarbenen Schals der 23 Sängerinnen und entsprechenden Einstecktüchern in der Anzugjacke bei den acht Männern, startete die Sommerzeit mit einem weltweit verständlichen „Badbada“.

Von der ersten Sekunde flatterte ein bunter musikalischer Schmetterling zum sehr sangesfreudigen Publikum. Da wippten Hände und Füße zum James-Bond-Thema. „Goldeneye“ sang einst Tina Turner zum 17. Film den Titelsong, der für „Chor-Nection“ am Freitagabend Premiere hatte.

Durch das abwechslungsreiche Programm, das mit Fingerspitzengefühl für den Chor und das Publikum zusammengestellt wurde, führten die beiden Chormitglieder Martina Behrens und Torsten Reckeweg. Im siebten Jahr sei der Chor bereits in der Klosterkirche, die für alle wie ein zweites Wohnzimmer geworden sei, wurde am Rande ganz locker von der intensiven Chorarbeit berichtet.

Stimmbildnerin Beate Ziemann ist vor einigen Jahren dazugekommen und leistet wertvolle Arbeit. Davon konnte sich die altersmäßig ganz bunt gemischte Zuhörerschar überzeugen. Die durfte nicht nur mitklatschen, sondern auch die eigenen Stimmen erheben „Rock my soul in the bosom of Abraham“, sang das ganze Kirchenschiff voller Begeisterung mit. Gleich drei Gruppen als Kanon gaben ihr Bestes und lieferten großes Kino mit entsprechendem Applaus vom Chor.

Musikalisch begleitet wurden die Parts zwischen James Bond, traditionellen Gospels, dem „Tränenblock“ und ganz neuen Gospels von der hauseigenen Band. Da spielten Thomas Reckeweg an der Gitarre, Nico Fricke am Bass, Juri Reckeweg am Schlagzeug und Till Rusche am Klavier, der sich gerade für ein Jahr gen Australien verabschiedet.

Weitere Highlights im gut zweistündigen Programm - ohne Pause – bildete das Trio „Alt“ mit Andrea Knüfer, Martina Halfter und Petra Rosenberg. Ihre Interpretation von „Against all odds“ entstand im aktuellen Workshop auf der Bühne einer Theaterwerkstatt in der Nähe von Bremerhaven. Dort fand sich auch das zweite Trio „Sopran“ mit Andrea Pfohl, Mirja Stellmann und Sabine Stevens. Ihr zu Herzen gehendes „Haleluja“ bekam ebenfalls frenetischen Applaus.

„Singen macht Spaß, singen tut gut“ durfte das Publikum aus voller Überzeugung wieder einstimmen, denn was am Freitagabend in der Klosterkirche ablief, ließ alle Alltagssorgen und jegliche Gedanken an die aktuelle politische Lage vergessen.

Die lange erklatschte Forderung einer Zugabe hätte mit dem Song „O happy Day“ sicherlich nicht besser beantwortet werden können.

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