Carola Diephaus ist übergangsweise neue Leiterin der Wache

Zum Üben in die Stuhrer Polizeistation

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Die neue Leiterin der Polizeistation Stuhr Carola Diephaus (vorne) mit einem Teil ihrer Kollegen: Birte Striez, Wilfried Heidemann und Karsten Senge.

Stuhr - Von Sandra Bischoff. Ein neues Gesicht in der Polizeistation Stuhr: Carola Diephaus leitet die Wache seit 1. Juni. Sie folgte auf Heiko Ulbrich, der rund sechseinhalb Jahre die Geschicke der Dienststelle geleitet und nun ins Polizeikommissariat Weyhe in den Kriminal- und Ermittlungsdienst gewechselt ist.

Die 36-jährige Diephaus hat bereits eine abwechslungsreiche Laufbahn hinter sich: Am 1. Oktober 1998 trat sie in den Polizeidienst ein und studierte bis 2001. Nach Stationen bei der Bereitschaftspolizei in Osnabrück war sie zwei Jahre im Syker Kommissariat tätig und wechselte schließlich zur Tatortgruppe nach Diep-holz.

Im Zentralen Kriminalitätsdienst arbeitete sie ab 2007 an unterschiedlichen Standorten in Ermittlungsgruppen mit. So war sie unter anderem in Oldenburg tätig und vier Monate in Weyhe, wo sie sich mit Bandendiebstählen befasste.

Von 2009 bis 2012 war sie Mitglied der gemeinsamen Ermittlungsgruppe mit Bremen, in der es ebenfalls um Eigentums- und Bandenkriminalität geht. Seit Februar vergangenen Jahres leitete sie in Weyhe die Ermittlungsgruppe, die sich mit Einbruchsdiebstählen beschäftigt.

Dieses Thema wird sie auch in Stuhr nicht loslassen. Als neue Chefin zeichnet sie verantwortlich für ein Projekt der Inspektion Diepholz, das sich mit der Bekämpfung von Einbrüchen befasst. „Wir hoffen, dass Carola Diephaus uns mit ihrem Wissen um Tätergruppen hilft, diese Delikte einzuschränken“, sagte Johann-Dieter Oldenburg, Leiter des Kommissariats in Weyhe, gestern bei der Vorstellung der Stuhrer Leiterin. „Ich will in diesem Bereich etwas bewegen“, erklärt die Kriminaloberkommissarin, schränkt aber zugleich ein, dass sie und ihre acht Kollegen mit alltäglichen Ermittlungsarbeit bereits gut eingedeckt seien.

Laut Oldenburg ist Stuhr die größte Polizeistation innerhalb der Inspektion Diepholz. Die Beamten vor Ort hätten rund 1000 Straftaten im Jahr zu bearbeiten, insgesamt gingen etwa 2000 allgemeine Polizeivorgänge über die Schreibtische der Kollegen.

Die Twistringerin fühlt sich in ihrem neuen Büro bereits pudelwohl. „Das Betriebsklima ist sehr gut und die Räume sind schön groß“, lobt sie. Dennoch sparte sie gleich am ersten Tag nicht mit Kritik. „Die Fenster müssen dringend mal geputzt werden“, habe die neue Kollegin sofort gefordert, erinnert sich Oldenburg schmunzelnd.

Auf der Wache habe sie wieder mit den Sorgen und Ängsten der Bürger zu tun. „Wir müssen hier Allrounder sein und nicht spezialisiert auf ein Fachgebiet, das ist eine Umstellung für mich“, sagt die 36-Jährige. Für sie wird Stuhr jedoch nur eine Durchgangsstation bleiben. Voraussichtlich bis Ende des Jahres arbeitet sie in dem Gebäude hinter dem Rathaus. Über den Förderpool für Personalentwicklungsmaßnahmen kam sie an die Position, so Oldenburg. „Für diese Kollegen suchen wir Stellen, wo sie an Führungsaufgaben vertraut gemacht werden. Und solch eine haben wir jetzt in Stuhr.“

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