Campingliebhaber bereiten sich intensiv auf den Sommer vor

Der Schatz vom Silbersee

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Annemarie und Helmut Mittag vor dem Silbersee.

Stuhr - Von Maren Jensen. Grillkohle und Gartenzwerge finden zu ihren angestammten Plätzen zurück. Nachdem die regnerischen kalten Tage vorüber sind, bereiten sich die Campingliebhaber auf den Sommer vor. Besonders die Wohnwagen- und Laubenbesitzer des Stuhrer Silbersees legen sich wieder ordentlich ins Zeug.

Die Blumenbeete sind neu bepflanzt, der Pavillon und die Parzellenumzäunung sind frisch gestrichen. Ab und zu sieht man Frauen und Männer aus Bremen, Delmenhorst und Stuhr, die genüsslich am Kaffee oder an einem Kaltgetränk nippen. Das hat eine Stippvisite in den Gängen der Laubengrundstücke ergeben.

Aber was macht den Silbersee so besonders? Eine nicht repräsentative Umfrage ergab, dass Dauercamper das saubere Wasser und die grüne Umgebung schätzen. Die Laubenbesitzerin Rena Havenstein ist besonders angetan von der Umgebung. „Sobald der Sonnenschein kommt und auf das Wasser scheint, ist es wunderschön.“ Die Bremerin hat seit 25 Jahren einen festen Platz in Ufernähe. Auch ihre Schwiegertochter Amina ist von der Atmosphäre begeistert. „Wir sind immer willkommen.“ Diese Gastfreundschaft lobt nicht nur Familie Havenstein, sondern auch der alteingesessene Camper Peter Herbst. Er ist ebenfalls von der gegenseitigen Hilfsbereitschaft angetan. Der 57-Jährige ist an diesem See groß geworden. Er genießt die sonnenreichen Tage sehr. „Die Gemeinschaft hier ist unbezahlbar.“

Der Silbersee, der in den 1960er-Jahren beim Bau der Bundesautobahn 1 entstanden ist, liegt im Grünen. Umrankt von Bäumen, Blumen und zwei Sandstränden erweist er sich seit einigen Jahrzehnten als Stuhrer Schmuckstück. Als „Schatz“ vom Silbersee bezeichnen die Camper die Badeinsel auf der Mitte des Sees. „In zwei Wochen können wir endlich baden gehen“, freut sich die neunjährige Alina Meyer und hofft auf wärmere Wassertemperaturen.

„Es ist einfach toll, jeden Morgen aufzustehen und ein erfrischendes Bad zum Muntermachen zu nehmen“, erklärt Dauercamperin Annemarie Mittag aus Bremen. Gemeinsam mit ihrem Mann Helmut Mittag entdeckte sie 1992 den Silbersee für sich. „Das ganze Umfeld ist einfach toll“, erzählt sie. „Besonders Spaziergänge um den See sind etwas Entspannendes. Es ist das freie Leben.“ Die für einige Besucher störenden Roll- und Motorgeräusche des Fernverkehrs nehmen die beiden kaum noch wahr. „Es ist wie mit dem Ticken der Uhr. Irgendwann gewöhnt man sich daran“, so Helmut Mittag. Aber wie zeigt sich eigentlich, dass die Camper-Saison beginnt? Schließlich stehen zahlreiche Wohnwagen und Lauben das ganze Jahr über auf ihren kleinen Grundstücken. „Viel Gartenpflege ist jetzt wichtig. Büsche schneiden, Rasen düngen und so weiter“, erzählt Helmut Mittag. Andere genießen hingegen einfach nur ihre Zeit und nehmen ein Sonnenbad auf ihrer Gartenliege.

Ab dem 15. Mai beginnt der Einsatz der DLRG. Bis dahin müssen sich die schon in den Startlöchern stehenden Schwimmer aber noch gedulden. Abgelenkt wird sich bis dahin mit Skatturnieren und Plauderabenden. „Danach fängt der Sommer richtig an“, so Havenstein.

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