Gemeinde will am Angebot festhalten

„Café Kinderwagen“ in Stuhr soll weitergehen

Stuhr - „Es ist zweifellos ein „Erfolgsprojekt“, wie Alexander Carapinha Hesse von der FDP es auf der Sitzung des Jugend-, Freizeit- und Kulturausschusses am Dienstagabend zusammenfasste.

Von daher scheint es nur folgerichtig, dass die Mitglieder geschlossen dafür stimmten, dass das „Café Kinderwagen“ im Mehrgenerationenhaus (MGH) Brinkum weitergeführt wird. Allerdings unter dem Vorbehalt, dass der Landkreis nicht nur eine Familienhebamme einsetzt und finanziert, sondern auch die Kosten für die grundsätzliche Sachausstattung übernimmt. Dafür möchte die Gemeinde sozialpädagogisches Personal mit drei Stunden pro Woche gewährleisten. 4. 000 Euro lässt sich Stuhr das Angebot kosten.

Vor etwa einem Jahr Im November ist das „Café Kinderwagen“ als gemeinsames Projekt des Landkreises und der Gemeinde gestartet. Es sei ein „offenes, niedrigschwelliges, leicht zugängliches und kostenfreies Angebot für alle Eltern mit Kindern bis zum ersten Lebensjahr. Dadurch können Mütter und Väter in den ersten zwölf Monaten bei allem, was neu ist und sie vor Herausforderung stellt, begleitet werden“, erläuterte Hans Schüler von der Verwaltung. Dafür stehen eine Familienhebamme und ein Sozialpädagoge den Eltern bei den Treffen zur Seite, die einmal in der Woche außerhalb der Schulferien angeboten werden. Einmal im Monat steht ein von den Teilnehmern gewünschtes Thema wie zum Beispiel Ernährung oder Erste Hilfe für Säuglinge im Mittelpunkt des Treffens.

Sozialpädagogische Fachkraft für 3. 600 Euro

Der Landkreis Diepholz finanziert die Hebamme und die Sachausstattung, während die Gemeinde die sozialpädagogische Fachkraft übernimmt. 3. 600 Euro lässt Letztere sich das im Jahr kosten. Das MGH stellt die Räume. Insgesamt gibt die Gemeinde 4 .000 Euro für das Angebot aus – wobei sie auch 5  .000 Euro vom Landkreis jährlich zur Finanzierung solcher Projekte zur Verfügung gestellt bekommt.

Und das Geld scheint gut angelegt. Denn nach einem Jahr, in dem erstmal beobachtet werden sollte, ob das Angebot angenommen wird, können die Verantwortlichen feststellen: Der Bedarf ist nicht nur da, sondern auch groß. Immer wieder erwähnten Frauen gegenüber dem Sozialpädagogen und der Hebamme, dass es ansonsten nur wenig ähnliche Angebote in der Gemeinde gebe, weswegen sie das „Café Kinderwagen“ sehr gerne nutzen.

Auch die Teilnehmerzahl spiegele das wider. Im November 2016 startete das Projekt mit zwei bis sechs Müttern und ihren Kindern. Im Dezember kamen durchschnittlich 14 Kinder mit ihren Eltern, manchmal sogar 22 Mütter mit 24 Kindern. „Das erste Jahr kann daher als Erfolg und Bereicherung gewertet werden“, erklärte Schüler. Aufgrund dieser positiven Resonanz sei der Landkreis bereit, das „Café Kinderwagen“ nach Ablauf der Frist gemeinsam mit der Gemeinde fortzuführen – sofern die erforderlichen Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden können. 

juk

Rubriklistenbild: © dpa

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