Chor „Potpourri“ freut sich über neue Mitglieder

Die bunte Mischung aus Stuhr mit viel Liebe zum Gesang

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Die Mitglieder des Chors hoffen für ihr Konzert auf viele Zuhörer. 

Stuhr - Von Julia Kreykenbohm. Singen tut wohl jeder mal. Der eine unter der Dusche, der andere im Auto oder vielleicht bei der Hausarbeit. Doch die meisten werden ihre eigenen Sangeskünste wohl für so bescheiden halten, dass sie es nie öffentlich machen würden – obwohl sie womöglich große Lust dazu haben. Gisela Schulz kennt das. „Ich hatte etwa 50 Jahre nicht gesungen, weil ich dachte, dass ich das gar nicht kann. Dabei wollte ich eigentlich gern.“

Heute ist sie Mitglied des Chors „Potpourri“ aus Stuhr – und sehr glücklich. „Es macht einfach sagenhaft Spaß und ist gesund. Mein Asthma ist besser geworden, und ich habe festgestellt, dass ich singen kann“, findet sie und lächelt. „Das habe ich Anna zu verdanken.“

Anna Koch ist die Leiterin und sei „Herz und Seele“ des Chors, wie die Mitglieder bestätigen, die nach und nach in den Proberaum im Gemeindehaus der St.-Pankratius-Kirche hereinschneien. Jeden Mittwoch um 18 Uhr treffen sich die mittlerweile 22 Sänger im Alter zwischen 46 und 80 Jahren. Alle begrüßen sich und plaudern ein wenig, bevor es losgeht. Die Atmosphäre ist gelöst, die Vorfreude spürbar. „Natürlich wollen wir gesanglich weiterkommen, und es wird bei den Proben ordentlich gearbeitet, aber es geht immer locker zu“, sagt Michael Brandt.

Der Chor „Potpourri“ ist sein „Baby“ und das von Anna Koch. Vor knapp zwei Jahren haben sie ihn gegründet, aus erfahrenen Sängern, die sie kannten, und Neulingen, die noch nie zuvor in einem Chor waren. So wie Christa Franzen. „Ich hatte lediglich Spaß am Singen und kam deswegen mal zu einer Probe vorbei. Ich habe mich sofort wohl gefühlt.“ Diese Mischung aus alten Hasen und unerfahrenen Mitgliedern mache für sie das Besondere des Chores aus. „Jeder kann mitmachen und wird aufgenommen.“

Um das zu gewährleisten, hat der Chor, der seit Kurzem auch eingetragener Verein ist, mehrere CDs mit seinen Liedern aufgenommen. Damit können Neueinsteiger die Texte mit erster, zweiter und sogar dritter Stimme für sich Zuhause üben. Anna Koch weiß, dass es trotzdem etwas Zeit braucht, bis man als Neuer auftaut: „Am Anfang ist Singen immer peinlich, man braucht erst eine gewisse Sicherheit, bis man seine Hemmungen verliert.“

Zu Beginn jeder Probe macht Koch mit den Mitgliedern Atem- und Stimmübungen, um sie gut vorzubereiten. Und dann geht es los. Das Programm ist – wie der Chorname verspricht – eine bunte Mischung. „Wir singen Klassik, Traditionelles, Modernes und Gospel. Wir nehmen Melodien von Frühlingsliedern und schreiben einen Weihnachtstext dazu, wir singen afrikanische Lieder oder das Halleluja in sechs Sprachen“, zählt Brandt auf. Ideen gehen ihm und Koch nie aus, denn Letztere hat zu Hause eine ganze „Bibliothek“ mit verschiedenen Stücken. „Doch wir sind auch immer offen für Vorschläge“, sagt Koch, die seit 1994 Chöre leitet.

Diese Mischung komme beim Publikum gut an. „Wir haben schon viel positive Resonanz bekommen. Nach einem Auftritt in den Weserterrassen wurden wir gefragt, ob es schon CDs von uns gäbe, als wir noch gar keine hatten“, erinnert sich Koch, und Brandt ergänzt: „Doch das beste Konzert bislang war das in der St.-Pankratius-Kirche am dritten Advent 2016.“

Nun hoffen die Mitglieder auf eine Wiederholung. Am Sonntag, 30. April, gibt der Chor ab 16 Uhr in der Kirche an der Stuhrer Landstraße ein Frühlingskonzert unter dem Motto „Der Mai steht vor der Tür“. Unter anderem werden Lieder von Mozart vorgetragen. Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen sich die Sänger.

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