Bürgerstiftung organisiert zweite Messe für freiwilliges Engagement

24 Aussteller werben im Rathaus um Ehrenamtliche

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Die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Karin Hofmann(3.v.r.) und Thomas Schaumlöffel (4.v.l.) vom Vorstand der Bürgerstiftung umringt von Ehrenamtlichen.

Stuhr - Von Bernd Ostrowski. „Unsere Gemeinde braucht aktive Bürgerinnen und Bürger, die Verantwortung übernehmen und Brücken bauen zwischen Gesunden und Kranken, Behinderten und Nichtbehinderten, Älteren und Jüngeren, Fremden und Einheimischen“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Karin Hofmann. Sie ermunterte die Besucher des zweiten Forums für das Ehrenamt am Sonnabend im Rathaus, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Man brauche Strukturen und Veranstaltungen wie dieses Forum, um die unterschiedlichen Aktivitäten aufzuzeigen und das ehrenamtliche, bürgerschaftliche Engagement der Freiwilligen darzustellen und wertzuschätzen.

Die Freiwilligenagentur „Mach mit“ unter Leitung von Gabi Moldenhauer, Gabriele Parke und Bernhard Schlottke hatte Institutionen zu der Messe eingeladen. Ausrichter war jedoch die Bürgerstiftung Stuhr. 24 Vereine, Verbände und Organisationen waren am Sonnabendnachmittag zu Gast im Rathaus, um sich und ihre Arbeit vorzustellen sowie um Ehrenamtliche zu werben. Thomas Schaumlöffel vom geschäftsführenden Vorstand der Bürgerstiftung betonte, dass Interessenten Gelegenheit hätten, ein breites Spektrum an Möglichkeiten kennenzulernen.

Die Freiwilligenagentur warb ebenfalls in eigener Sache. „Wir brauchen Unterstützung im Büro“, erklärte Gabi Moldenhauer. Aber auch der Naturschutzbund (Nabu) Stuhr benötigt dringend Helfer, zum Beispiel um Bäume zu fällen. Die Grundschule Seckenhausen ist auf der Suche nach Lesepaten. Auch Sportvereine wie der TSV Heiligenrode und der FTSV Jahn Brinkum präsentierten sich. „Wir benötigen Unterstützung bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen“, erklärte Elke Gärtner vom Jahn.

Nach dem ersten Forum im Oktober 2013 hatte Gerd von Seggern aus Ganderkesee eine Idee: Dem 51-Jährigen war aufgefallen, dass es sich sowohl bei den Ausstellern als auch beim Publikum überwiegend um ältere Leute gehandelt hatte. Da es wichtig sei, auch Jugendliche einzubinden, gründete er mit Gabi Moldenhauer, Johann Demoliner von der Bürgerstiftung und Stefan Koschade von der Initiative „Mehr Grün für Stuhr“ das Projekt „Pro-Ehrenamt-Stuhr“ mit Sitz im Brinkumer Mehrgenerationenhaus. „Es lässt sich nicht leugnen, dass es im Bereich des ehrenamtlichen Engagements ein gewisses Nachwuchsproblem gibt“, sagt von Seggern.

Dem entgegenzuwirken, habe sich seine Institution auf die Fahne geschrieben. Schließlich würden Jugendliche auch neue Denkanstöße mitbringen und verhärtete Krusten auflösen. „Junge Leute würden sich wahrscheinlich über die Flyer amüsieren, die wir hier auf den Tischen liegen haben und würden auf Informationsmöglichkeiten im Internet und in sozialen Netzwerken hinweisen“, erklärte von Seggern. Er wünsche sich für sein Programm jugendlichen Mitstreiter im Alter zwischen 15 und 20 Jahren.

All diejenigen, die sich ehrenamtlich betätigen möchten, können sich an die Freiwilligen Agentur unter der Telefonnummer 0421/80609874 wenden und sich beraten lassen.

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