Die nächste Runde

Bürgermeisterwahl Stuhr: Vorbereitungen für Stichwahl laufen

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Wer wird neuer Bürgermeister, Stephan Korte (l.) oder Frank Holle? Das entscheidet sich am 16. Juni.

Die Wahl des Stuhrer Bürgermeisters geht am Sonntag, 16. Juni, in die zweite Runde. Da keiner der Kandidaten im ersten Durchgang mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erreicht hat, gibt es dann eine Stichwahl zwischen Frank Holle (CDU) und Stephan Korte (Einzelwahlvorschlag). Für die beiden Bewerber bedeutet das weiterhin Ungewissheit, wie ihre Zukunft aussieht. Für die Gemeinde Stuhr bedeutet es zusätzliche Arbeit.

Stuhr - Die Mitarbeiter haben sofort nach dem Wahlsonntag mit den Vorbereitungen für die Stichwahl begonnen, berichtet Sigrid Hägedorn, Leiterin des Fachdienstes Bau, Recht und Ordnung im Rathaus. Es galt unter anderem, Wahlbenachrichtigungen an diejenigen zu verschicken, die bei der Wahl in der vergangenen Woche noch nicht wahlberechtigt waren, es aber spätestens am 16. Juni sein werden. Das trifft auf Jugendliche zu, die in der Zeit zwischen den Wahlen ihren 16. Geburtstag feiern. Außerdem sind Neubürger betroffen, die zuletzt nicht mit abstimmen durften, weil sie ihren Hauptwohnsitz noch keine drei Monaten in der Gemeinde gemeldet hatten.

Für alle übrigen Wahlberechtigten bleibt die für den 26. Mai versandte gelbe Wahlbenachrichtigung gültig. Wer sie versehentlich verlegt oder entsorgt hat, kann auch mit Personalausweis – Unionsbürger mit Identitätsausweis – oder Reisepass in sein Wahllokal gehen. Wer unsicher ist, ob er bei der Stichwahl seine Stimme abgeben darf, kann sich bei Ann-Katrin Voß vom Wahlamt unter 0421 / 569 51 09 melden. Einige Wahlbenachrichtigungen, die in den Wahllokalen zurückgelassen wurden, versendet die Gemeinde noch einmal neu.

Dass die Briefwahl beliebt ist, hat die Bürgermeisterwahl in der vergangenen Woche gezeigt. 28776 Stuhrer hatten sich entschieden, den Wahlhelfern ihr Kreuz auf dem Postweg zukommen zu lassen. Anfang der nächsten Woche werden die Briefwahlunterlagen an diejenigen verschickt, die bereits im Vorfeld der Wahl am 26. Mai angegeben hatten, im Falle einer Stichwahl von der Briefwahl Gebrauch machen zu wollen. Für die Gemeinde bedeute das rund 2 600 Anträge, die bearbeitet werden müssen – mindestens. Denn bis Freitag, 14. Juni, 13 Uhr, können die Unterlagen zur Briefwahl noch bei der Verwaltung angefordert werden. Danach ist dies lediglich bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung bis zum Wahlsonntag, 15 Uhr, möglich.

Sobald die Stimmzettel vorliegen, kann auch wieder im Bürgerbüro der Wahlschein beantragt und an Ort und Stelle per Briefwahl gewählt werden. Besondere Sorgfalt sollte bei der Unterzeichnung des zu den Unterlagen gehörenden Wahlscheins und dem richtigen Kuvertieren der Unterlagen aufgewandt werden, damit die abgegebene Stimme schließlich auch gültig ist und zählt.

Die Wahlbeteiligung betrug bei der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 63,2 Prozent. Fachdienstleiterin Sigrid Hägedorn hofft, dass auch bei der Stichwahl viele Stuhrer ihre Stimme abgeben. Außerdem dankt sie allen Wahlhelfern. Für den 16. Juni seien die meisten Wahlhelfer-Stellen besetzt – die Gemeinde sei aber immer froh, wenn jemand helfen möchte.

Die letzte Stichwahl in Stuhr war im Jahr 2001. Damals traten Cord Bockhop und Erich Schmidt gegeneinander an. 

Kommentar zum Thema

Wahlurnen und Schokostreich 

Von Luka Spahr

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Zumindest in Stuhr. Da haben sich die beiden Bürgermeister-Kandidaten Stephan Korte und Frank Holle bekanntlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Jetzt soll es Sonntag, 16. Juni, in die Stichwahl gehen. Alle Augen werden gerichtet sein auf ... die Kandidaten? Ich weiß ja nicht. Die heimlichen Stars der Show dürften die Wahlurnen sein. Ungefähr so sicher wie ein Schuhkarton hörten sie sich an, als ein Wähler sich vor einigen Tagen an uns wandte. Von der verpflichtenden Versiegelung sei am 26. Mai weit und breit nichts zu sehen gewesen (wir berichteten). Aus der Gemeinde klang das ganz anders. Dort erklärte man, es sei durchaus ein entsprechendes Klebchen auf der Box gewesen. Aber eben nur eins und nicht wie vorgeschrieben zwei. Man gelobe Besserung. Aha, ok. Also wer da jetzt am Ende Recht hatte, lässt sich schwer rekonstruieren. Da will ich auch gar kein Urteil fällen. Aber, das will ich an dieser Stelle noch einmal unterstreichen, so ein Klebchen ist nicht unwichtig. Es signalisiert, dass da kein Schmu gemacht wurde. Es signalisiert, dass nicht gerade mal jemand irgendwelche kopierten Zettel rein oder angekreuzten Zettel wieder rausgenommen hat, während die Wahlhelfer gerade alle mal kurz die Zeit auf dem Handy gecheckt haben, um zu gucken, wie lange sie da noch sitzen müssen. Ich will das mal an einem Beispiel zeigen: Angenommen, Sie kaufen ein neues Glas Nutella. Sie schrauben den Deckel auf, freuen sich schon. Und dann, dann fehlt die Silberfolie. Jetzt sind sie unsicher: Hat sich da schon jemand anders bedient? Kann man das noch essen? Am Ende werden Sie die Schokocreme vielleicht genau aus diesem Grund wegwerfen. Und wenn man ehrlich ist, sollte man mit der Wahl im Prinzip genau so verfahren.

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