Bürgermeister kontert Kritik der Eltern

„Nicht alles ist im Detail vorhersehbar“

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Niels Thomsen

Stuhr - Von Andreas Hapke. Aufmerksam hat Bürgermeister Niels Thomsen am Mittwoch die Berichterstattung der Tagespresse über die Gruppeneinteilung für das Kindergartenjahr 2016/2017 verfolgt – und sich nach eigener Auskunft kräftig geärgert. Eltern hatten die Verwaltung im Ausschuss für Jugend, Freizeit und Kultur zum Teil heftig kritisiert, unter anderem weil die Gemeinde 41 Kindern keinen wohnortnahen Platz anbieten kann (wir berichteten).

„Das möchte ich so nicht stehen lassen“, platzte es gestern aus dem Verwaltungschef heraus. „Nicht jede Entwicklung ist im Detail vorhersehbar“, sagte Thomsen und belegte seine Aussage mit Zahlen aus den vergangenen zwei Jahren. Demnach hat es in Stuhr zum 1. August 2014 insgesamt 1068 Sprösslinge gegeben, die rein theoretisch für einen Kindergartenplatz infrage kamen. Angemeldet wurden Anfang 2015 869 Sprösslinge, für die 900 Plätze zur Verfügung standen. Zum 1. August 2015 belief sich die Zahl der potenziellen Kindergartenkinder fast unverändert auf 1067, die Anmeldungen jedoch legten bei ebenfalls 900 angebotenen Plätzen auf 929 zu. „Das sind 60 Kinder mehr als im Vorjahr“, stellte Thomsen fest. Es handele sich um zwischenzeitliche Zuzüge in die Gemeinde.

„Dass es uns da schwerfällt, immer ausreichend Plätze zur Verfügung zu stellen, muss man uns mal zugestehen. Wir können nicht prophylaktisch Räume und Personal vorhalten.“ Niemand könne von der Verwaltung verlangen, „dass wir jeden Elternwunsch eins zu eins umsetzen. So agieren wir auch in anderen Handlungsfeldern nicht“. Wenn zum Beispiel ein Kind nicht in Stuhr unterkomme und deshalb nach Moordeich wechseln müsse, „dann ist der Elternwunsch natürlich nicht erfüllt. Aber so schlimm ist das auch nicht.“

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