Bürgermeister und Fraktion warten auf neue Technik

Politik ist sich einig: Kein zweiter Blitzer

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Wenn, dann könnte man sich über einen weiteren fest installierten Blitzer unterhalten, sagt die CDU.

Stuhr - Von Sandra Bischoff. Anders als Weyhe sieht Stuhr keinen Sinn darin, gemeinsam mit den Nachbarn einen zweiten Blitzer anzuschaffen. Darin sind sich Bürgermeister Niels Thomsen und die Fraktionsvorsitzenden einig.

Der Landkreis stellt bislang für die beiden Nordkreisgemeinden ein Fahrzeug mit einem Blitzgerät und bezahlt das dafür notwendige Personal. „So läuft das schon seit Jahren, und wir habe gute Erfahrungen damit gemacht. Die Autofahrer spüren, dass die Geschwindigkeit kontrolliert wird. Wir wollen die Zusammenarbeit mit dem Kreis nicht aufgeben“, sagt der Rathauschef. Allerdings bemängelt er, dass der Landkreis bisher noch nicht in moderne Technik investiert hat, die es ermöglicht, auch in Kurven zu blitzen. Allerdings habe Landrat Cord Bockhop bestätigt, dass die neue Technik im kommenden Jahr eingeführt werden solle. Wenn das nicht passiere, müsse man eventuell über andere Lösungen nachdenken, sagt Thomsen. Wichtig ist ihm jedoch, dass in der Bevölkerung nicht der Eindruck entsteht, dass die Autofahrer „abgezockt“ werden, damit Geld in die Kasse komme. „Es muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort geblitzt werden, um die Verkehrswege vor zu schnellen Fahrzeugen zu schützen“, sagt Thomsen. Und das sei mit dem Fahrzeug des Landkreises und moderner Technik machbar.

„Einen neuen Blitzer brauchen wir auf keinen Fall, wir warten jetzt auf die neue Generation, die die Kurventechnik hat“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Schröder. Man könne sich überlegen, ob es notwendig sei, an neuralgischen Punkten eine Säule, also einen fest installierten Blitzer zu errichten.

Das sieht auch seine Kollegin Susanne Cohrs (SPD) so. „Der vom Landkreis eingesetzte Wagen reicht. Wir warten jetzt auf die neue Technik.“ Ein Zweiter sei politisch kein Thema für ihre Fraktion. „Wir müssen uns erst einmal um andere Sachen kümmern, den Haushalt auf den Weg bringen und die Ortskernentwicklung in Brinkum vorantreiben.“

Auch Kristine Helmerichs, Fraktionsvorsitzende der Grünen, hält die Anschaffung eines zweiten Blitzwagens für „Quatsch“. „Man kann den Wagen des Landkreises ausreichend anfordern.“ Allerdings wäre das Blitzen in Kurven wichtig. „Der Landkreis muss die Technik dafür anschaffen“, sagt sie. „An vielen Stellen wie zum Beispiel an Schulen und Kindertagesstätten würden wir gerne blitzen, aber das geht eben zurzeit nicht, weil das unser Blitzer nicht kann.“ Auch in Alt-Stuhr sei es nur an wenigen Stellen möglich, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu messen, weil sich beispielsweise die Stuhrer Landstraße immer wieder verschwenke. Der Aufwand für einen neuen Blitzer sei relativ hoch, vor allem die Personalkosten.

„Wir sind gegen einen weiteren Blitzwagen, die Leute werden schon genug kontrolliert, und es kostet nur Geld“, sagt Jürgen Timm, Chef der FDP-Fraktion. In Stuhr seien die Geschwindigkeitsübertretungen im Rahmen, „es kann ja sein, dass in Weyhe größere Probleme existieren“. Das sieht Gerd-W. Bode von „Besser“ genauso. „Die Anschaffung eines zweiten Blitzers hat derzeit überhaupt keine Priorität, wir haben gerade ganz andere Sorgen.“ Er erachtet das Blitzen mit Laserpistolen vor Kindertagesstätten und Schulen als sinnvoll.

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