Bürger weisen Gemeinde auf „gefährliche“ Fußgängerüberwege hin

Am Zebrastreifen den Blickkontakt suchen

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Der Fußgängerüberweg an der Blockener Straße gibt oftmals Anlass zur Beschwerde. Viele Bürger stuften ihn als gefährlich ein, wie Michaela Schierenbeck aus dem Rathaus sagt.

Stuhr - Von Sandra Bischoff. Der Zebrastreifen an der Blockener Straße ist der gefährlichste in Stuhr. Zumindest wenn es nach den Hinweisen der Bürger geht, die Michaela Schierenbeck vom Fachbereich Verkehr, Ordnung und Soziales erreichen.

Zwar gibt es laut Schierenbeck dort keine Unfälle, aber die vielen Anrufe der Fußgänger und Autofahrer zeigten, dass speziell bei diesem Überweg eine große Unsicherheit herrsche. „Dabei ist der Straßenverlauf gerade, alle Beteiligten haben beste Sicht, aber das wird offensichtlich nicht akzeptiert.“

Auch die Heiligenroder Pastorin Tabea Rösler meldete sich gestern in der Gemeindepressekonferenz zu diesem Thema zu Wort. Der Überweg an der Straße „An der Tränke“ im Heiligenroder Ortskern sei ebenfalls nicht ungefährlich. „Die Autofahrer sind dort sehr schnell unterwegs, der Bereich ist schlecht einzusehen, und viele Kinder nutzen den Zebrastreifen, um zur Schule zu kommen.“

Acht Zebrastreifen in Stuhr

An der Varreler Landstraße habe die Gemeinde Blinkleuchten aufgestellt, um stärker auf den Zebrastreifen aufmerksam zu machen. Insgesamt gibt es acht solcher Fußgängerüberwege in der Gemeinde. Der an der Bremer Straße auf Höhe der Kirchstraße ist der neueste.

Unfälle an diesen Stellen hat es laut Polizei im vergangenen Jahr nicht gegeben. Dennoch weist Schierenbecks Kollege Christian Gießelmann wegen der Unsicherheiten der Verkehrsteilnehmer noch einmal auf die Verhaltensregeln hin. „Das Wichtigste: Autofahrer und Fußgänger müssen Blickkontakt zueinander aufnehmen.“ Autofahrer sollten mäßig an den Zebrastreifen heranfahren.

Der Fußgänger muss laut Gießelmann vor der Markierung anhalten, links und rechts schauen, ob die Fahrbahn frei ist, besagten Blickkontakt zu möglichen motorisierten Verkehrsteilnehmern auf der Straße aufnehmen und den Zebrastreifen schließlich zügig überqueren, aber nicht rennen. „Kindern wird empfohlen, den Arm nach vorne zu strecken, um zu zeigen, dass sie die Straße passieren möchten.“ Anders sieht es bei Radlern aus: Wollen sie den Zebrastreifen überfahren, haben sie kein Vorrecht.

„Was man am Fußgängerüberweg niemals tun darf ist überholen, direkt davor, darauf oder dahinter parken sowie aufs Gas drücken, um noch vor dem Fußgänger zu passieren“, erklärt Gießelmann.

Alles in allem gilt: Fußgänger haben am Zebrastreifen Vorfahrt. Bei einem Fehlverhalten droht Autofahrern ein Bußgeld, bei einer Gefährdung der Fußgänger müssen sie laut Johann-Dieter Oldenburg, Leiter des Polizeikommissariats in Weyhe, sogar mit Führerscheinentzug rechnen.

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