Konzert im MGH am 12. Mai

Bühne frei für Leester Autodidaktin Ameel Hotaky

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Ihren ersten großen Auftritt hat Ameel Hotaky im MGH.

Brinkum/Leeste - Von Andreas Hapke. Ameel Hotaky verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Sie möchte als Musikerin berühmt werden. Am liebsten so berühmt wie Ed Sheeran, der britische Singer-Songwriter, den sich die 13-Jährige zum Vorbild genommen hat. Allein von ihm spielt Ameel Hotaky bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt am Sonntag, 12. Mai, sieben Lieder. Ihr Konzert im Brinkumer Mehrgenerationenhaus (MGH) beginnt um 15.30 Uhr.

Zu verdanken hat die Leesterin diese Chance ihrer Schwester Saihan (19), die ein Praktikum im MGH absolviert und einen Gesprächstermin mit Einrichtungsleiterin Daniela Gräf abgemacht hatte. Die war Feuer und Flamme, nachdem das Mädchen eine Kostprobe seines Könnens geliefert hatte.

Ameel Hotaky ist Autodidaktin. Vor zwei Jahren hat sie angefangen, sich das Gitarrespielen selbst beizubringen. Mit Ed Sheeran hatte das damals noch nichts zu tun. „Ich wollte schon immer ein Instrument lernen. Meine Schwester spielt Keyboard, aber ich fand Gitarre gut“, erzählt sie. Inzwischen spiele sie auch Bass, Ukulele und „ein bisschen Klavier“. Mit Geige habe sie gerade angefangen, doch die Gitarre sei immer noch ihr Lieblingsinstrument.

Wie ihr Unterricht bislang aussah? „Ich habe Bücher drüber gelesen und mir Youtube-Videos angesehen“, berichtet Ameel, die längst ihren eigenen Youtube-Kanal hat. Dort hat sie Lieder von James Blunt, Snow Petrol, den Twenty One Pilots – und natürlich Ed Sheeran hochgeladen.

Einige dieser Songs sind auch während des MGH-Auftritts zu hören. „Von Rock-Oldies bis zu aktuellem Pop“ reicht laut Ankündigung das Repertoire der Nachwuchskünstlerin. Als Klassiker sind zum Beispiel „Yesterday“ von den Beatles und „Can’t help falling in love“ von Elvis Presley dabei.

Ihre Mutter Sita Hotaky glaubt, dass sie einen großen Einfluss auf die musikalische Leidenschaft ihrer Tochter hatte. Sie habe früher „ganz viel“ für Ameel und ihren Zwillingsbruder gesungen, erinnert sie sich. Ameel selbst habe schon als kleines Mädchen gerne gesungen. Insgesamt hat Ameel drei Geschwister. Alle Kinder sind in Deutschland geboren, die Eltern 1996 aus Afghanistan gekommen.

Dort hatte die Mama die Musikschule besucht, kam aber nach eigener Auskunft „nicht weiter“. Also habe sie sich selbst das Nähen beigebracht – vielleicht eine Erklärung für den Hang ihrer Tochter zur Autodidaktik.

Ihr Talent bewies Ameel bereits im November vergangenen Jahres beim Fünf-Minuten-Wettbewerb der KGS Leeste, wo sie den achten Jahrgang des Gymnasialzweigs besucht.

Sie setzte sich mit „I was made to love her“ von Stevie Wonder gegen die Konkurrenz durch. Fast überflüssig zu erwähnen, dass sie das Stück zunächst als Ed-Sheeran-Cover kennengelernt hatte. Ihre Mutter war von dem Auftritt sehr beeindruckt: „Normalerweise ist sie sehr schüchtern, aber wenn sie auf der Bühne steht, erkennt man sie nicht wieder. Da gehört sie hin.“

Gemeinsam mit einer Freundin, die Klavier spielt, hat die Gymnasiastin auch schon ein Duo gegründet. „Sie weiß aber nicht, ob sie berühmt werden will“, gibt Ameel zu bedenken. Außerdem, und das ist vielleicht sogar noch hinderlicher für eine gemeinsame musikalische Zukunft: „Sie mag Ed Sheeran nicht.“

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