Brinkumer müssen Flächen verringern / Bauarbeiten bis zum Jubiläum 2017

Kirchengemeinde: Umbau statt Verkauf

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Henri Marquardt (l.) und Peter Gehrmann werfen von der frisch renovierten Pfarrwohnung im Gemeindehaus einen Blick auf eines der nächsten Projekte: die Brinkumer Kirche, die sich im Fenster des Wohnhauses spiegelt, soll im nächsten Jahr ein neues Dach bekommen.

Brinkum - Von Rainer Jysch. „Anfang Februar 2016 sollen die Renovierungsarbeiten am neuen Pfarrhaus abgeschlossen sein“, sind sich Peter Gehrmann, Henri Marquardt und Willi Waßmann sicher. Die drei sind innerhalb des Vorstands der Brinkumer Kirchengemeinde für die Koordination der Bauangelegenheiten zuständig.

Sie sehen dem baldigen Abschluss des ersten von insgesamt drei Bauabschnitten entgegen, die das Gemeindehaus sowie das neue und alte Pfarrhaus umfassen. Außerdem hat die Gemeinde vor, das undichte Dach des Kirchengebäudes in Stand setzen zu lassen. „Wenn wir Glück haben, kann das ebenfalls nächstes Jahr als außerordentliche Baumaßnahme der Landeskirche Hannover und des Kirchenkreises Syke-Hoya erledigt werden“, hofft Kirchenvorstandsvorsitzender Peter Gehrmann. „Spätestens zum Kirchenjubiläum im Jahr 2017, wenn der 1842 errichtete Sakralbau 175 Jahre alt wird, wollen wir damit fertig sein.“

Die aktuellen Arbeiten an dem in den 1960er-Jahren errichteten neuen Pfarrhaus wurden erforderlich, um Platz im alten, denkmalgeschützten Pfarrhaus zu schaffen. Die Räume im Obergeschoss des 1880 erbauten Hauses umfassen insgesamt rund 200 Quadratmeter Wohnfläche. Zwei Wohnungen sollen daraus entstehen und externen Mietern angeboten werden. Im alten Pfarrhaus wohnt zurzeit Pastor Detlef Korsen, der im Frühjahr mit Wohnung und Amtszimmer ins neue Pfarrhaus wechseln wird. Das Haus erhielt eine neue Heizung und neue Fenster sowie eine energetische Dämmung. Mit insgesamt 50000 Euro schlagen diese Arbeiten zu buche. Pastor Korsen stehen im neuen Pfarrhaus eine Terrasse, ein Balkon und ein Garten zur Verfügung. „Die Wohnung ist so auch für zukünftige Pastoren besser geeignet“, erklärt Gehrmann.

Im zweiten Schritt soll das Gemeindehaus für geschätzte 180000 Euro grundlegend saniert und umgebaut werden. Der Kirchenkreis trägt 90 Prozent der Kosten. Der Rest ist durch Spenden innerhalb der Gemeinde aufzubringen. „Die Teeküche und die Toiletten sind dringend renovierungsbedürftig. Auch geht es darum, den Zugang und die Räume barrierefrei zu gestalten“, sagt Henri Marquardt. Im Gemeindehaus siedeln sich dann das Gemeindebüro, ein Arbeitszimmer für Pastor Marc Heinemeyer sowie die Gruppenräume an. Die Kinder des Spielkreises ziehen im Herbst des kommenden Jahres ins Erdgeschoss des alten Pfarrhauses um. „Zuvor müssen die dortigen Räume für die Kinder noch hergerichtet werden.“

„Wenn alles gut läuft, wollen wir mit dem Gemeindehaus Mitte 2017 fertig sein“, blickt Willi Waßmann voraus und meint damit nicht nur die Handwerker, sondern auch die finanzielle Mithilfe seitens der Landeskirche und des Kirchenkreisamtes. „Die Finanzierung ist noch nicht durch alle Gremien“, weiß Peter Gehrmann. „Die letzten Entscheidungen durch den Kirchenkreisvorstand fallen im Januar, und dann können wir mit dem zweiten Bauabschnitt loslegen.“

„Eine kircheninterne Finanzierung für den dritten Bauabschnitt am alten Pfarrhaus sowie aller Einrichtungen im Gemeindehaus wird es allerdings nicht geben“, erklärt Gehrmann. „Das müssen wir selbst tragen und finanzieren.“ Spenden sind für diesen Zweck willkommen. Um Flächen zu reduzieren, hätte man ja auch das alte Pfarrhaus verkaufen können, so die Argumentation seitens der Landeskirche in Hannover. Das wollten die Brinkumer aber nicht. „Wir möchten das gesamte Gebäudeensemble am Ortseingang mit Kirche, Pfarr- und Gemeindehaus erhalten“, sind sich die Mitglieder des Kirchenvorstandes einig.

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