Party wird zur Zeitreise

Big blickt auf 40-jähriges Bestehen zurück

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Gute Stimmung bei der Big-Feier.

Stuhr - Von Julia Kreykenbohm. Der junge Mann ist im Stress. Er richtet die Garage der Eltern für seine Party her, die morgen steigen soll. Aber bevor die Freunde kommen, steht erstmal der Besuch der Verwandten an, die sich für heute angekündigt haben. Anlass: sein 16. Geburtstag.

Auch die Omas des jungen Mannes werden dabei sein. Und während dieser sich am Abend fragt, ob er wohl alles Nötige für eine gute Fete organisiert hat, kommen in Brinkum 41 Firmenvertreter im Bremer Tor zusammen und gründen die Brinkumer Interessensgemeinschaft – kurz Big.

Big hat sich zu einem Erfolg entwickelt

Das war vor 40 Jahren, 1977. Ob die Garagenparty ein Erfolg wurde, weiß man nicht. Aber die Big wurde es. Diese Meinung vertritt auch das damalige Geburtstagskind, denn das hielt am Freitagabend bei der Feier im großen Festzelt auf dem Schützenplatz in Brinkum eine Laudatio: Bürgermeister Niels Thomsen. „Während ich meine Party geplant habe, haben sie Pläne für die Wirtschaft vor Ort gemacht“, lobte er die Big.

„Heute zählen wir 120 Mitgliedsunternehmen“, erklärte Vorsitzender Lars Gudat in seiner Ansprache stolz. „Vier neue sind in dieser Woche dazugekommen. Wir sollten öfter Jubiläen feiern“, fügte er scherzhaft hinzu und ließ die vergangenen 40 Jahre mit ihren Höhepunkten im Zeitraffer vorbeiziehen. „1978 der erste Big-Ball, 1980 die erste Gewerbeschau.“ Aber er blickte auch auf künftige Veranstaltungen wie den ersten Stammtisch der Big, der am 15. September im Bremer Tor abgehalten werden und dann alle zwei Monate zusammenkommen soll, und den Schweinmarkt am 17. September.

Unternehmen müssen Kampf mit dem Internet aufnehmen

Constantin von Kuczkowski, Geschäftsstellenleiter der IHK in Syke, lobte die Big als eine der älteren Interessengemeinschaften im IHK-Bezirk, die sich immer überlegt habe, was sie dem Kunden noch Besseres bieten könne. „Sie müssen bestehen im Kampf gegen das Internet“, erklärte von Kuczkowski.

Mit der Höhepunkt des Abends war ein Film, den Erich Schmidt mitgebracht hatte und der die erste Gewerbeschau der Big 1980 in Brinkum, gebannt auf Super-Acht, zeigte. Viel zu lachen gab es nicht nur über damalige Mode und Frisuren, sondern auch, wenn plötzlich bekannte Brinkumer Persönlichkeiten ins Bild kamen, wie der ehemalige Vorsitzende Heinrich Waßmann, der heute Ehrenvorsitzender ist, ebenfalls an der Feier teilnahm und sich sichtlich amüsierte, sein 40 Jahre jüngeres Ich zu sehen. Für ihn gab es dann noch einmal einen besonderen Applaus. Die Gäste erkannten viele Firmen wieder und schwelgten in Erinnerungen an dieses oder jenes Geschäft. „Man will sich ja nicht von Bremen an die Wand drücken lassen“, ertönte einmal die Stimme des Sprechers aus dem Off, als es um die Intention der Big ging. Das könnte etwas sein, das im Gegensatz zu Mode und Frisur noch Bestand hat.

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