Brinkumer Anwohner beschwert sich

Ärger wegen Müll vor Unterkunft

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Überquellende Müllcontainer und lose Abfallsäcke links von den Flüchtlingsunterkünften am Brunnenweg ärgern Anwohner wie Karl-Heinz Schnicke.

Brinkum - Von Katrin Köster. Zwei Müllcontainer sind voll, Abfallbeutel und gelbe Säcke lehnen daneben an der roten Ziegelmauer. In einem Einkaufswagen liegt weiterer Abfall. Dieser Anblick vor und neben den Wohncontainern für Flüchtlinge am Brinkumer Brunnenweg sorgt für Unmut bei Anwohner Karl-Heinz Schnicke.

Der Brinkumer sagt, er sei schockiert gewesen von dem Anblick vor den Container-Bauten. Der Senior wohnt mit seiner Frau in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Flüchtlingen. Er habe gespendete Bälle für Flüchtlingskinder zu den Bauten gebracht, als er den Müll bemerkte. „Da muss unbedingt etwas passieren“, betont Schnicke, der sich nach eigenen Angaben bereits einmal an die Gemeinde gewandt hat.

Wer welchen Abfall wo liegengelassen hat, ist allerdings nicht eindeutig nachvollziehbar, meint Hartmut Martens von der Gemeinde Stuhr. Der Fachbereichsleiter für Verkehr, Ordnung und Soziales und seine Kollegen haben sich ebenfalls ein Bild von der Situation am Brunnenweg gemacht und haben Verständnis für Schnickes Ärger. Martens räumt ein, dass es sicherlich kein schöner Anblick sei. Die Müllvermeidung und -trennung sei eine der großen Herausforderungen, die die steigende Zahl der Flüchtlinge mit sich bringe. In jedem Fall wolle die Gemeinde zusehen, dass sie die Situation rasch verbessere. „Es ist unser Grundstück, und wir kümmern uns darum“, fasst Martens zusammen.

Der Fachbereichsleiter wirbt aber zugleich um Nachsicht, wenn an den Standorten nicht alles auf Anhieb reibungslos funktioniert: „Wir haben hier inzwischen Menschen aus 24 Nationen. Damit sind auch andere Mentalitäten verbunden“, so Martens. Nicht überall seien Menschen mit dem hiesigen Entsorgungssystem vertraut.

Martens wirbt für Verständnis sowie einen gemeinsamen Neuanfang. „Das ist am Anfang ein Lernprozess für alle. Natürlich gibt es auch Fälle, in denen sich nicht an die Hinweise der Gemeinde gehalten wird“, ergänzt Martens. Doch das komme bislang selten vor. Um das Problem in den Griff zu bekommen, wolle sich die Gemeinde mit der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) beraten. Ein erster Schritt könnten größere Mülltonnen für die derzeit 20 Bewohner des Standortes am Brunnenweg sein, sagt Martens.

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