Kirchen-Gemeinden

„Ein logischer Schritt“: Brinkum und Seckenhausen bilden gemeinsames Pfarramt

Bettina Kaiser (Kirchenvorstand Brinkum), Pastor Marc Heinemeyer, Willi Waßmann (Kirchenvorstand Brinkum), Lore Lohmann (Kirchenvorstand Seckenhausen), Patrick Bakker (Kirchenvorstand Seckenhausen) und Pastor Detlef Korsen vor dem weihnachtlich geschmückten Altar.
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Ab sofort in einem Pfarramt vereint (v.l.): Bettina Kaiser (Kirchenvorstand Brinkum), Pastor Marc Heinemeyer, Willi Waßmann (Kirchenvorstand Brinkum), Lore Lohmann (Kirchenvorstand Seckenhausen), Patrick Bakker (Kirchenvorstand Seckenhausen) und Pastor Detlef Korsen.

Damit werde eine langjährige Zusammenarbeit offiziell, erklären die Gemeinden. Die Zusammenarbeit soll zudem Vorteile für die beiden Pastoren-Stellen schaffen.

Stuhr – Es war keine überraschende Entscheidung, sondern eine „langjährige, ganz natürliche Entwicklung“, sagen alle Beteiligten. Die Kirchenvorstände der evangelischen Gemeinden in Seckenhausen und Brinkum haben sich entschieden, ihre Zusammenarbeit offiziell zu machen. Das teilt Miriam Unger, Sprecherin der Kirchenkreise Grafschaft Diepholz und Syke-Hoya, in einer Presse-Information mit.

Demnach werden beide Gemeinden mit dem neuen Jahr ein verbundenes Pfarramt haben. „Das war für uns ein ganz logischer Schritt“, erklärt Patrick Bakker vom Kirchenvorstand Seckenhausen in der Mitteilung. „Wir haben der Zusammenarbeit, die wir hier schon seit vielen Jahren haben, einfach einen Namen gegeben“, so Bettina Kaiser vom Kirchenvorstand Brinkum. „Und wir sehen diese Veränderung auf beiden Seiten positiv.“

Der neue Stellenrahmenplan hätte für Seckenhausen als kleine Kirchengemeinde künftig eine halbe Pfarrstelle vorgesehen, für Brinkum eineinhalb Stellen. Durch den Zusammenschluss stehen zwei Vollzeit-Stellen für die Region zur Verfügung, deren Inhaber eng zusammenarbeiten und sich gegenseitig vertreten sollen. Pastor Marc Heinemeyer, der bereits in der Region arbeitet, wird zu je 50 Prozent für beide Gemeinden zuständig sein. Und die Stelle seines Kollegen Detlef Korsen, der im Frühling in Brinkum in den Ruhestand verabschiedet wird, kann nun als 100-Prozent-Stelle ausgeschrieben werden, was sie für Bewerber attraktiver machen dürfte.

Was sich an der Arbeit in beiden Gemeinden ändern wird? „Wir rücken enger zusammen“, meint Pastor Marc Heinemeyer. „Wir arbeiten ja schon seit über zehn Jahren als ,Regionale Arbeitsgemeinschaft Stuhr‘ mit Brinkum, Seckenhausen und Heiligenrode gemeindeübergreifend zusammen. Wir vertreten uns gegenseitig, machen die Gottesdienstplanung, die Homepage und den Gemeindebrief zusammen. Wir haben ein gemeinsames Konfirmanden-Modell, bieten Jugendfreizeiten, Kirchenvorstandsfahrten und thematische Gottesdienste für alle Gemeinden der Region an.“

Auch in den Chören seien Mitglieder aus allen Bezirken. Ein verbundenes Pfarramt habe sich angeboten, dem man nun ein verbindlicheres Gerüst geben wolle. In Zukunft seien beide Kirchenvorstände an allen Prozessen beteiligt, die Jahresplanung werde man aufeinander abstimmen, kündigt Heinemeyer an. „Wir werden auch weiterhin gemeindeübergreifende Angebote machen, damit es noch selbstverständlicher wird, dass wir zusammengehören.“

Bettina Kaiser macht die langjährige Erfahrung miteinander optimistisch, dass das verbundene Pfarramt gut funktionieren wird: „In mehrmonatigen Team-Bildungsprozessen und monatlichen Treffen haben Brinkum, Seckenhausen und Heiligenrode Anfang 2000 begonnen, diese bis dato nicht da gewesene Region zu bilden. 2006 haben wir die ,Regionale Arbeitsgemeinschaft Kirchenregion Stuhr‘ gegründet. Und es hat in all den Jahren sehr gut geklappt mit Absprachen und gemeinsamen Projekten.“

Auch Patrick Bakker verspricht sich „viel davon, dass wir zusammenrücken und Synergien nutzen“. Für Seckenhausen bedeute das, dass man durch die Zusammenarbeit mehr als einen halben Pastor haben werde, was sonst nicht der Fall gewesen wäre. Dass trotzdem „die Besonderheit beider Kirchengemeinden erhalten bleiben und nicht alles vermischt wird“, ist Bakker und Kaiser, den ehrenamtlichen Vorsitzenden der Gemeinden, natürlich wichtig. „Aber darauf achten wir alle. Und das bekommen wir schon hin.“

Die Zusammenarbeit in der „regionalen Arbeitsgemeinschaft“ mit der Kirchengemeinde Heiligenrode werde es weiterhin geben, bestätigen die Kirchenvorstände. „Damit haben wir in unserer Region drei volle Pfarrstellen.“ Zusammen freue man sich jetzt auf die nächsten gemeinsamen Projekte, auf Bewerbungen für die frei werdende Pfarrstelle und auf einen Nachfolger für Pastor Detlef Korsen.

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