MGH Brinkum: Tipps und Tricks in der neuen Nähwerkstatt / Start morgen

Zickzacknaht und Fingerhut

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Sie lassen die „Neckermann Vollzickzack“ schon einmal warmlaufen (v.l.): Naveed Duf E Sameen, Jutta Bischoff, Salma Khan und Abida Ahmed bereiten die erste Nähwerkstatt im Brinkumer Mehrgenerationenhaus vor.

Brinkum - Von Katrin Köster. Ein bisschen angestaubt sind sie noch, doch bis Sonnabend, 9. Mai, werden die „Privileg Super Nutzstich“ und ihre kleine Schwester, eine „Neckermann Vollzickzack“, voll einsatzbereit sein. Dann öffnet von 9.30 bis 12.30 Uhr zum ersten Mal die Näh-Werkstatt ihre Pforten im Brinkumer Mehrgenerationenhaus (MGH) Schaumlöffel. Wer gerne näht und sich Tipps und Anregungen holen möchte, ist dort herzlich willkommen.

Nadeln, Faden, Garn und Spulen leuchten in den unterschiedlichsten Farben auf dem Tisch. In der Tüte daneben warten Stoffreste auf ihren Einsatz. Die Näh-Werkstatt soll im Rahmen des Reparatur-Cafés etabliert werden, so Daniela Gräf, Leiterin des MGH. „Wir denken seit langem an sowas. Der Bedarf ist da, sich mit dem Thema Nähen wieder mehr zu beschäftigen“, hat Gräf im Zugen von zahlreichen Gesprächen festgestellt. Eines Tages traf dieser Gedanke auf die konkrete Idee von Jutta Bischoff: „Ich war damals auf dem Stuhrer Weihnachtsmarkt unterwegs, als ich den Stand des MGH sah. Und da fiel mir die Idee ein, eine Näh-Reparatur-Werkstatt einzurichten“, erzählt die Seckenhauserin.

Gleichgesinnte traf Jutta Bischoff im Sprechcafé des MGH: Salma Khan und Abida Ahmed aus Bremen erzählten in der geselligen Runde, dass es in ihrer Heimat Pakistan üblich gewesen sei, dass Frauen ihre Kleidung selbst nähten. „Die Frauen und Mädchen tragen dort meistens lange Kleider und Pumphosen. Da es sehr warm ist, nähen sie sie aus Baumwolle, Seide oder auch Mischgewebe“, erläutert Abida Ahmad. Sie selbst habe das Nähen von ihrer Mutter gelernt, ebenso wie Salma Khan. „Es ist einfach schön, wenn man so etwas kann“, stellen die Frauen fest.

So hat sich getroffen, was offenbar gut zusammen harmoniert: Salma Khan, Abida Ahmed und Jutta Bischoff wollen am Sonnabend für Rat und Fragen rund um Nadel und Faden zur Verfügung stehen. Zudem stehen den Gästen zehn gebrauchte Nähmaschinen zur Verfügung, die das MGH aus Spenden bekommen hat. Bei diesem Angebot geht es den Frauen darum, Menschen, die sich schon einmal mit Näharbeiten befasst haben, ein Forum anzubieten, in dem sie sich austauschen und Probleme besprechen können. Aber auch nur mal Zugucken sei in Ordnung. „Es ist kein Schneiderkurs“, stellt Daniela Gräf klar. „Dafür reicht die Zeit der Ehrenamtlichen nicht.“ Zudem wolle man den Änderungsschneidereien keine Konkurrenz machen.

Die Frauen freuen sich über eine rege Beteiligung. Wer möchte, kann auch eine eigene Nähmaschine mitbringen. Sollte das Angebot ebenso gut angenommen werden, wie die seit zwei Jahren laufende Reparatur-Werkstatt, könnte das Team über ein engmaschigeres Angebot nachdenken, deutet Daniela Gräf an. „Wir sind für alles offen“, meint sie.

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