Teurer Schutz gegen Unbefugte

Sportfischerverein Bremen-Stuhr gibt 4 .000 Euro für neuen Zaun aus

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An acht Wochenenden hatten die Mitglieder des Sportfischervereins Bremen-Stuhr mit dem Bau des neuen Zauns zu tun. Seit Samstag sind nur noch Restarbeiten zu erledigen. 

Brinkum - Von Andreas Hapke. Der Schutz vor Schwarzanglern und Partygemeinden am Brinkumer See kommt dem Sportfischerverein (SFV) Bremen-Stuhr teuer zu stehen: Nach Auskunft ihres ersten Vorsitzenden Rolf Libertin haben die Mitglieder jetzt 4 000 Euro für einen Zaun ausgegeben, mit dem sie Unbefugte vom Betreten des Geländes abhalten wollen. Den See und einen fünf Meter breiten Uferrandbereich hat der Club vor rund zehn Jahren der Gemeinde abgekauft.

Immer wieder haben es die Sportangler mit ungebetenen Gästen auf ihrem Grund und Boden zu tun. Handelt es sich dabei um Schwarzangler oder Badende, reicht laut Libertin meistens die Aufforderung, „die Sachen einzupacken und zu verschwinden“. Eine Anzeige habe der Verein jedenfalls noch nie gestellt.

Doch nicht selten feiern jüngere Menschen dort umfangreiche Partys mit dem Ergebnis, dass die Fläche danach komplett vermüllt ist (wir berichteten). Nach Auskunft Libertins geht das mit Beginn der wärmeren Jahreszeit los. Zuletzt sei das vor knapp zwei Monaten der Fall gewesen.

Das wollten die Angler nicht mehr länger hinnehmen, alldieweil sie die Kopfenden des Sees als Schutzzonen eingerichtet haben. „Nicht nur für die Fische, sondern auch für alle anderen Lebewesen dort“, sagt Libertin. Sie beschlossen, einen Zaun zu bauen, und zwar an jenem Kopfende, das aus Richtung Henleinstraße über einen Fußweg zu erreichen ist (Autobahnseite). Bislang hatten die Angler dort einen Stacheldrahtzaun gezogen, doch der sei ständig durchtrennt worden. „Den haben wir praktisch zwischen April und September einmal pro Monat geflickt“, berichtet Libertin. Für den neuen, hohen Stahlzaun reiche ein Seitenschneider nicht mehr aus.

Laut Libertin hat der Verein das Projekt an acht Wochenenden mit jeweils sechs bis acht Mitgliedern umgesetzt. Ihren vorerst letzten Einsatz hatten sie am Samstag. „Jetzt sind nur noch Restarbeiten zu erledigen“, sagt der Vorsitzende.

Die anderen Uferbereiche des Sees lässt der Verein in Absprache mit dem Deichverband zuwachsen, „da kommt man nicht so ohne Weiteres durch“. Die Sportfischer selbst angeln laut Libertin an den Längsseiten von Stegen aus, „so dass die Uferkante erhalten bleibt“.

Fischereirecht hat der SFV auch auf gepachteten Grundstücken an der Ochtum sowie am Silbersee und am Hohorster See. Damit habe der Verein ausreichend Gewässer, sagt Libertin. „Aber man kann ja nie genug bekommen. Wir hätten gerne noch andere, wir übernehmen auf den Flächen schließlich auch die Aufsicht.“

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