Präsentation nach Sommerferien/ FDP will Thema im Ausschuss beraten

Ortskern Brinkum: Konzept für zweiten Anlauf des Investorenwettbewerbs bald vorstellungsreif 

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Noch sieht er so aus, der Brinkumer Ortskern. Geht es nach Bürgermeister Niels Thomsen, soll der zweite Anlauf für den Investorenwettbewerb spätestens Ende des Jahres erfolgen.  

Brinkum - Von Andreas Hapke. Die FDP möchte den Brinkumer Ortskern wieder auf die Tagesordnung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt (AGU) hieven, und zwar so schnell wie möglich. Dieses Anliegen hatte der stellvertretende Vorsitzende Jan-Alfred Meyer-Diekena bereits mündlich im jüngsten AGU formuliert, nun liegt Bürgermeister Niels Thomsen ein entsprechender Antrag vor.

Als Begründung führt Meyer-Diekena an, dass – nachdem der Investorenwettbewerb gescheitert war – „einige Fraktionen“ inzwischen „neue, machbare Varianten“ für die Gestaltung des Brinkumer Wohnzimmers erarbeitet hätten. Namentlich nennt Meyer-Diekena die FDP und „Besser“. Letztere habe ihre Vorstellungen sogar in einer öffentlichen Veranstaltung mit Brinkumer Bürgern kommuniziert. Damit die gut sechsjährige Planung „endlich erfolgreich abgeschlossen werden kann“, halte er eine Beratung der neuen und „bisher als vertraulich erklärten Vorschläge im Fachausschuss für dringend erforderlich“.

Bei den bislang vertraulichen Ideen handelt es sich nach Auskunft von FDP-Ratsherr Jürgen Timm um einen Elf-Punkte-Plan, über den die Liberalen jedoch nicht öffentlich sprechen dürften. „Dann müssten wir auf Ergebnisse aus nicht öffentlichen Sitzungen Bezug nehmen. Das wäre ein Vertrauensbruch“, sagt Timm. Deshalb wolle die Fraktion den Ausschuss als Forum für die Diskussion nutzen. Kern des Konzepts bleibt laut Timm aber, alle kommunalen Grundstücke einzubeziehen, also auch das Hotel Bremer Tor. Allerdings hat der Rat längst einen Bebauungsplan beschlossen mit dem Ziel, dort Bushaltestellen einzurichten.

Überrascht zeigte sich „Besser“-Ratsherr Gerd-W. Bode über eine angeblich neue und in öffentlicher Veranstaltung erarbeitete Variante seiner Partei. „An unserem monatlichen Jour fixe nehmen schon mal interessierte Bürger teil, mit denen wir ins Gespräch kommen“, sagt er. Und was den Ortskern angeht: „Wir wollen keine ganz neue Diskussion anfangen, sondern stehen zu dem, was in der Bürgerwerkstatt erarbeitet wurde. Diese Ergebnisse werden von uns nicht angetastet“, sagt Bode. Er spricht von „kleinen, marginalen Änderungen“ für einen neuen Wettbewerb. Diese sollten das Konzept für die Investoren attraktiver machen, „ohne den Grundkonsens aufzulösen“.

Im Zweifel müsse die Gemeinde als Co-Investor auftreten, um ihre Vorstellungen durchzusetzen. „Wir sollten uns nicht mit Gedeih und Verderb einem Investor ausliefern.“

Im Gespräch mit dieser Zeitung erinnert Meyer-Diekena an die Ankündigung von Bürgermeister Niels Thomsen, den neuen Entwurf für den Investorenwettbewerb noch im zweiten Quartal dieses Jahres zu präsentieren. Tatsächlich hatte Thomsen dies noch Ende Januar beim Dämmerschoppen der Interessengemeinschaft Brinkumer Unternehmen (Isu) in Aussicht gestellt: „Wir arbeiten an unseren Erwartungen. Das soll noch in der ersten Hälfte dieses Jahres abgeschlossen sein.“

Auch wenn das bis Ende Juni nicht mehr klappt, will Thomsen mit dem „aufwendigen Projekt“ so schnell wie möglich an die Öffentlichkeit. Dies erklärte er gestern im Gespräch mit dieser Zeitung.

Gehe es nach ihm, geschehe das „unmittelbar nach den Sommerferien“ und damit noch vor dem nächsten AGU am 16. August. „Die politischen Parteien müssen das natürlich so mittragen“, sagt Thomsen. Ende des Jahres, „vielleicht sogar früher“ (Thomsen), könnte der zweite Aufschlag für den Investorenwettbewerb erfolgen.

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