Brinkum und Moordeich erhalten zusätzliche Kräfte für das neue Halbjahr

Unterrichtsversorgung: KGS-Schulleiter zufrieden

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Der Brinkumer KGS-Leiter Michael Triebs. Archivfoto: ah

Brinkum/Moordeich - Von Andreas Hapke. Die Gymnasien stehen mit einer Unterrichtsversorgung von knapp unter 100 Prozent im Vergleich zu anderen Schulformen noch relativ gut da, sagte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt kürzlich in einer Landtagsdebatte. Mal abgesehen davon, dass ihr der Philologenverband per Pressemitteilung sofort Schönrednerei vorwarf: Wie sieht es denn mit der Versorgung an den „anderen Schulformen“ in Stuhr aus, sprich den Kooperativen Gesamtschulen (KGS)?

Nach den Aussagen der beiden Leiter stehen auch diese Schulen relativ gut da, obwohl sie keine reinen Gymnasien sind. In Prozenten konnte das Michael Triebs, Leiter der KGS Brinkum, nicht benennen. Doch er sei „erheblich zufriedener“ als noch vor Wochen. „Wir haben viele Lücken geschlossen.“ Sein Kollege Jürgen Böckmann von der KGS Moordeich sieht das ähnlich: „Wir sind zuverlässig versorgt.“

Grund für die entspannte Haltung beim Bauen der Stundenpläne für das kommende Halbjahr sind die neuen Lehrkräfte, die bald ihren Dienst antreten. Gleich vier Pädagogen wird Triebs in der kommenden Woche begrüßen, ein weiterer Neuzugang unterrichtet bereits seit November in Brinkum.

Böckmann spricht von zwei Lehrern, die „wir durch gutes und schnelles Agieren auf dem Markt“ bekommen haben. Die Einstellungsgespräche seine bereits geführt. Weitere Zahlen und Auskünfte wollte Böckmann mit Verweis auf „Interna“ nicht geben.

Mit Grauen denkt Triebs an das Schuljahr 2013/14 zurück, als sich innerhalb eines Vierteljahres acht Kolleginnen schwanger gemeldet hatten. Ganz so dramatisch stellte sich die Lage in den vergangenen Monaten zwar nicht dar. Doch auch in der ersten Hälfte des laufenden Schuljahrs war die Schule unterversorgt, unter anderem wegen Pensionierungen und der Bildung neuer Klassen. Diesen „deutlichen Bedarf“ habe die Schulbehörde erkannt. „Wir haben das Tal durchschritten“, bilanziert Triebs.

Unterstützung habe die Schule auch bei der Einrichtung einer Sprachlernklasse für Kinder mit Migrantenhintergrund bekommen. Vor einigen Wochen habe eine kleine Gruppe von Lehrern diese „harte Arbeit“ aufgenommen. „Kinder mit so vielen unterschiedlichen Nationalitäten muss man da erst mal unter einen Hut bringen.“

Vier der fünf neuen Brinkumer Pädagogen unterrichten im gymnasialen Zweig der KGS. Sie bringen die Fächerkombinationen evangelische Religion/Geschichte, Deutsch/Geschichte, Sport/Musik und Latein/Deutsch mit. Mit den Lehrern für evangelische Religion und Musik hat die Schule laut Triebs Verstärkung in Fächern bekommen, die schwer zu besetzen sind. Als weitere Mangelfächer nennt der Schulleiter Mathematik und Physik. „Kunst entwickelt sich gerade dazu.“

Nur eine Kollegin kommt in den Fächern Textiles Gestalten sowie Arbeit, Wirtschaft und Technik im Haupt- und im Realschulzweig zum Einsatz. Auch dort kann die Schule laut Triebs „die Stundentafel abdecken, aber nicht mehr“. Für zusätzliche Förderkonzepte etwa fehle der Spielraum. Er habe festgestellt, dass immer weniger Lehrkräfte für den Haupt- und Realschulbereich ausgebildet werden. Für Englisch könne er noch Personal gebrauchen. „Wir können es aber noch besetzen.“

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