Bremer Kaffeehaus-Orchester begeistert 200 Zuhörer / Konzert ausverkauft

Kräftiger Applaus als Lohn

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Überzeugt mit einer Melange aus klassischen Werken und Weihnachtshits: das Bremer Kaffeehaus-Orchester.

Stuhr - Von Uwe Goldschmidt. Auch wenn das Wetter am Sonntagnachmittag nicht so recht in die Adventszeit gepasst hat, hat das Bremer Kaffeehaus-Orchester die rund 200 Besucher des Konzertes in vorweihnachtliche Stimmung versetzt. Schon lange im Voraus war die Veranstaltung im Stuhrer Rathaus ausverkauft, so dass es nur noch wenige Rückläufer an der Tageskasse für geduldige Musikliebhaber gab.

Wer es dann in den Saal geschafft hatte, kam in den Genuss eines ganz besonderen musikalischen Leckerbissens unter dem Motto „Weihnachtszauber-Winterträume“. Die fünf Herren des Orchesters servierten festliche, schwungvolle und zauberhafte Musik.

Stilecht im eleganten Frack präsentierten sich die Musiker Anselm Hauke (Kontrabass), Constantin Dorsch (Violine), Johannes Grundhoff (Klavier), Klaus Fischer (Flöte, Saxofon) und Gero John (Violoncello) dem Publikum und schafften so auch optisch den Bezug zu ihren selbst arrangierten Stücken. Die musikalische Melange des Orchesters aus bekannten Kaffeehaus-Klassikern und weihnachtlichen Titeln kam beim Stuhrer Publikum gut an. Aber auch die charmante Moderation von Fischer, gespickt mit Anekdoten und humorvoll vorgetragenen kleinen Ausflügen in die Historie der interpretierten Titel sorgte für Schmunzeln und Heiterkeit bei den Zuhörern.

Mit zeitgenössischen Kompositionen wie dem „Largo aus dem Lautenkonzert“ von Vivaldi oder der Pifa aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel demonstrierten die Profis ihr Können und überzeugten auf ihren Instrumenten. Flexibel zeigte sich Fischer bei der Besetzung der Instrumente. Des Öfteren wechselte er während der Stücke das Instrument, so dass er abwechselnd an der Flöte, der Klarinette sowie dem Altsaxofon und der Bassklarinette glänzte. Für lebhafte Stimmung im Saal sorgten die mitreißenden und lebhaft im Stil des Swing der 40er-Jahre gespielten amerikanischen Weihnachtslieder „Winter Wonderland“, „Let it snow“ oder „Santa Claus“. Manche Besucher summten mit und so mancher Fuß wippte im Takt des flotten Rhythmus. Die gelungene Mischung des Konzerts unterstrich das professionelle Orchester mit Potpourris winterlicher Melodien aus Japan sowie der Weihnachtspolka von Gustav Maria Bachpelz und der rasanten „Petersburger Schlittenfahrt“ von Richard Eilenberg.

Natürlich durften die fünf Herren das Konzert nicht ohne Zugabe beenden. Allerdings musste sich das Publikum diese zunächst selber liefern. Dazu ließ das Ensemble die Zuhörer mit deren Begleitung passend zum Nikolaustag „Lasst uns froh und munter sein“ und „Ihr Kinderlein kommet“ singen. So entstand spontan Stuhrs größter Chor. Johannes Grundhoff übernahm als Kirchenmusiker entschlossen die Leitung.

Das letzte Stück am Nachmittag war mit dem „Säbeltanz“ aus dem Ballett Gayaneh des sowjetisch-armenischen Komponisten Aram Chatschaturjan wieder Sache der Profis. Zum Schluss dankte das Publikum den Bremer Musikern mit einem kräftigen und langen Applaus.

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