Die Bre-Men Regulars veranstalten Highlandgames auf dem Campingplatz Wienberg / Teilnehmer gesucht

Ein Hobby für Kerle in Röcken

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Training auf dem Campingplatz Wienberg: Heiko Matz beim Hammerwurf.

Gr. Mackenstedt - Von Andreas Hapke. Kraft ist von Vorteil für diesen Sport. Schließlich geht es darum, einen Baumstamm zu werfen, ein Fass zu ziehen sowie Stein und Hammer zu werfen. Diese und weitere Disziplinen müssen die Teilnehmer der Highlandgames am Sonntag, 4. Juli, absolvieren. Als Schauplatz für das seltsame Treiben haben sich die Bre-Men Regulars den Bolzplatz auf dem Campinglatz Wienberg am Steller See in Groß Mackenstedt ausgesucht.

Aber was heißt schon seltsam? „In Schottland werden die Spiele in jedem Dorf ausgerichtet“, erzählt Heiko Matz. Es ist das Interesse an den Schotten, den Wikingern und dem Mittelalter, das Matz und seine Mitstreiter auf die Highlandgames aufmerksam gemacht hat. „Wir haben uns ein Hobby für Kerle gesucht“, sagt Matz. Gleichwohl könnten „Handballfrauen mit Technik auch etwas reißen. Jeder kann mitmachen, aber für alle gelten dieselben Regeln“.

Matz schätzt die „ehrlichen Geräte“, die dabei zum Einsatz kommen, und das unkomplizierte Regelwerk. Ohne Anspruch seien die Highlandgames aber nicht. Beim „Baumstamm schubsen“ zum Beispiel kommt es nicht auf die Weite an, sondern darauf, dass 20 Kilogramm schwere und 3,40 Meter lange Gerät so zu werfen, dass es sich überschlägt und möglichst gerade an einer vorgegebenen Linie liegen bleibt.

Darüber hinaus müssen die Teilnehmer mit einem Speer über eine Distanz von 17 Metern ein Bodenziel treffen, einen Hammer aus dem Stand schleudern sowie einen sieben Kilogramm schweren Stein einhändig und ein 20 Kilogramm schweres Exemplar mit beiden Händen werfen. Als Team ziehen sie ein 220-Liter-Alufass über eine Distanz von zehn Metern. „Bei uns wird das wohl ein Treckerreifen“, sagt Matz, denn in Groß Mackenstedt bilden die Starter nur Zweier- statt wie üblich Vierer-Gruppen (Clans). Sogenannte Chiefs achten darauf, dass sich alle an die Vorschriften halten. „Die Chiefs haben immer Recht“, sagt Matz.

Die Regeln sind an die Highlandgames in Schwiegershausen im Harz angelehnt. Acht Jahre ist es inzwischen her, dass die Bremer dort zum ersten Mal angetreten sind. „Anfangs hatten wir Mühe, vier Leute zusammenzubekommen. Jetzt reisen wir mit bis zu 20 Personen an und stellen vier Mannschaften“, erzählt Matz. Im September wollen sie wieder hin. „Die Leute sind Amateure, das ist unsere Kragenweite.“

Die Idee, eine derartige Veranstaltung auch in Bremen auf die Beine zu stellen, ist laut Matz etwa drei Jahre alt. Nur: Ein passendes Gelände haben die Bre-Men Regulars in der Hansestadt nicht gefunden. Da traf es sich gut, dass Mama Matz einen Stellplatz am Steller See hat. Entsprechend kurz war der Draht zu den Inhabern Birgit und Uwe Reiter, die sofort von der Sache begeistert waren. Inzwischen sind dort bereits die ersten Trainings über die Bühne gegangen. Matz: „Wenn da mal einer über das Ziel hinausschießt, landet der Stein auf dem Acker, das tut keinem weh.“

Gleichgesinnte treffen und Spaß haben, darauf kommt es Matz und Co. an. Das drückt sich auch im Rahmenprogramm aus, das für die ganz Familie gedacht ist, vor allem für kleine Besucher. Die können sich auf der Hüpfburg, dem Trampolin, der Bimmelbahn oder im Swimming-Pool tummeln. Es gibt eine Minidisco mit Kinderanimation, Eselreiten und abends ein Lagerfeuer. Ebenfalls am Abend treten die Sacred Harps mit keltischer Musik auf. Der Scotch-Club Bremen ist mit Whiskey vor Ort, an Guinness und Kilkenny ist ebenfalls gedacht. Bier und Bratwurst sollen nur 1,50 Euro kosten. Der Wettkampf selbst beginnt um 11 Uhr.

Für ihre Premiere suchen die „Highlander“ noch Clans à zwei Personen. Um die Hemmschwelle herabzusetzen, haben sie sogar auf die Kiltpflicht verzichtet. „Der olympische Gedanke zählt. Wir wollen zusammen ein Riesenfest feiern“, sagt Matz. Wer Interesse hat, schreibt eine E-Mail an heiko.matz@gmx.de. Anmeldungen sind auch direkt auf der Homepage möglich.

www.highlandgames-bremen.de

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