Mann leblos in Wohnung gefunden

Brand in Mehrfamilienhaus

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Die Feuerwehr hat schnell reagiert, doch das Haus ist zunächst unbewohnbar.

Stuhr - Bei einem Brand in einem Wohnhaus in Stuhr hat ein Mensch eine schwere Rauchvergiftung erlitten. Knapp 20 Personen, darunter auch Kinder, wurden am späten Donnerstagabend von der Feuerwehr aus dem Haus gerettet.

Wie ein Sprecher der Feuerwehr am Freitag mitteilte, war der Brand in einer der insgesamt zwölf Wohnungen ausgebrochen. Über den Hausgiebel breiteten sich die Flammen in die darüberliegende Etage aus. Das Haus ist nach Angaben der Feuerwehr zunächst unbewohnbar.

Gegen 23.30 Uhr wurden die Bewohner des dreigeschossigen Mehrfamilienhauses an der Varreler Landstraße durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen. Mit entsetzten bemerkten die Besitzer einer Wohnung im zweiten Obergeschoss, dass in der unterliegenden Wohnung offenbar ein Feuer ausgebrochen ist.

Gerade noch rechtzeitig gelang es ihnen zusammen mit anderen Hausbewohnern, das Gebäude durch das bereits verrauchte Treppenhaus zu verlassen. Als die alarmierte Feuerwehr eintraf, schlugen bereits meterhohe Flammen aus der Brandwohnung. Unverzüglich drangen die Retter unter Atemschutz in das Gebäude vor. Im Eingangsbereich der Brandwohnung stießen sie auf den leblosen Wohnungsbesitzer. Der 46 Jahre alte Mann wurde mit einer lebensgefährlichen Rauchvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand ist kritisch. Die Wohnung selbst brannte vollständig aus.

Da von den Rettungskräften nur 18 der insgesamt 23 in dem Gebäude gemeldeten Personen gezählt werden, durchsuchte die Feuerwehr sämtliche Wohnungen nach den restlichen Bewohnern. Zum Glück ohne Ergebnis, die fehlenden Personen waren offenbar nicht zu Hause.

Brand in Wohnhaus

Die geretteten Hausbewohner wurden zunächst durch ein Großaufgebot des Rettungsdienstes versorgt und nach kurzer Zeit gesammelt mit einem Fahrzeugkonvoi ins nahegelegene Feuerwehrgerätehaus transportiert, wo eine Sammelstelle eingerichtet wurde. Dort untersuchten und betreuen Notärzte die geschockten Anwohner, die größtenteils nicht unerhebliche Mengen des Brandrauches eingeatmet haben, und entschieden über die weitere Behandlung der Leichtverletzten.

Der Schaden am Haus beläuft sich nach Schätzungen der Polizei auf rund 100.000 Euro. Zur Brandursache konnten die Beamten am Freitagmorgen noch keine Aussage treffen. Die Ermittlungen der Polizei werden noch am Freitag aufgenommen.

sg/dpa

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