Balkone in Varrel abgebrannt

Feuer in Mehrfamilienhaus

Varrel - Zwei Balkone eines Mehrfamilienhauses in Varrel haben in der Nacht zu Samstag gebrannt. Mehrere Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen. Die Wohnungen sind unbewohnbar.

Um kurz nach Mitternacht wurde die Ortsfeuerwehr Stuhr über Sirene und Meldeempfänger mit dem Einsatzstichwort „Feuer auf Balkon“ in die Lessingstraße im Ortsteil Varrel alarmiert, berichtet Christian Tümena, Gemeindepressesprecher Feuerwehr Stuhr am Samstagmittag. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs brannte es auf den Balkonen von zwei Wohnungen im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses mit insgesamt sechs Wohnungen. Das Feuer hatte bereits auf Teile des Dachstuhls und eine der Wohnungen übergegriffen.

Daraufhin wurde durch den Einsatzleiter Rainer Troue die Alarmstufe auf erhöht und dadurch zusätzlich die Ortsfeuerwehr Brinkum und der Einsatzleitwagen aus Fahrenhorst zur Einsatzstelle gerufen. Da alle Bewohner das Gebäude bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr verlassen hatten, wurde direkt mit der Brandbekämpfung begonnen. Hierzu gingen mehrere Trupps unter Atemschutz über Leitern auf den Balkon vor und begannen mit zwei C-Rohren das Feuer auf den Balkonen und in der betroffenen Wohnung zu löschen.

Mit Einreißharken haben die Feuerwehrleute die Holzverkleidung der Balkone und des Dachüberstandes entfernt und abgelöscht. Zusätzlich wurde auch die Drehleiter in Stellung gebracht. Vom Korb der Drehleiter aus wurde das Dach mit einer Kettensäge geöffnet, um Brandnester zu suchen und diese ablöschen zu können.

Vier Anwohner erlitten Rauchgasvergiftungen

Durch den Brand kam es zu einer starken Rauchentwicklung, sagt Pressesprecherin Türmena. Der Rauch zog kurz nach Brandausbruch von der Brandwohnung aus auch durch die geöffneten Fenster der Nachbarwohnungen. Dadurch zogen sich mehrere Bewohner eine Rauchvergiftung zu. Der Rettungsdienst war mit zwei Wagen und einem Notarzt vor Ort und hat insgesamt 15 Personen untersucht. Bei vier von ihnen wurde eine Rauchvergiftung festgestellt und zwei zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Die beiden vom Brand direkt betroffenen Wohnungen sind durch das Feuer vorerst unbewohnbar. Die Bewohner der anderen Wohnungen wurden für diese Nacht aus Sicherheitsgründen auch woanders untergebracht. Die Polizei hat noch während des Einsatzes die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Feuerwehr war mit 54 Einsatzkräften vor Ort. Nach knapp drei Stunden wurde der Einsatz beendet.

Rubriklistenbild: © dpa

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