Programm von Stuhr Kultur / Lars Cohrs morgen im Rathaus / Kindertheater „Findus zieht um“ ist ausverkauft

Von Boygroup bis Rentnerband

Der frühe Vogel kann ihn mal: Lars Cohrs. Foto: Agentur

Stuhr - Von Andreas Hapke. Ob Boygroup oder Rentnerband, ob Klassik, Kunst oder Klamauk: Das Programm von Stuhr Kultur geht in der zweiten Hälfte des Septembers in die Vollen.

Den Auftakt macht am morgigen Freitag ein heiterer Abend, gespickt mit Anekdoten, zu dem Lars Cohrs für 20 Uhr in das Rathaus einlädt. Seine Lesung trägt den Titel „Der frühe Vogel kann mich mal – ein Ex-Moderator packt aus“ und beschäftigt sich mit dem hektischen Radioalltag, den Cohrs nur allzu gut kennt: Insgesamt 20 Jahre war er für die Sender für NDR 1 Niedersachsen und hr 3 tätig, doch laut Mitteilung reichte es ihm irgendwann, sich nachts von zwei Weckern aus dem Schlaf reißen zu lassen. Cohrs teilt die Bevölkerung in Nachtmenschen und Frühaufsteher auf. Er befasst sich mit den Mühen, die Höhe des Tages manchmal vergeblich zu suchen, mit unterschiedlichen Morgenritualen und Morgenmuffeln. Es geht aber auch um die Chancen eines langen Schlafes. Der Eintritt kostet fünf Euro.

Auf Gut Varrel machen am Donnerstag, 19. September, um 20 Uhr, die Niedersächsischen Musiktage Station. In Anna Thorvaldsdottir und Clara Schumann stellt das Konzert der NDR Radiophilharmonie komponierende Frauen in den Mittelpunkt. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein waren sie absolute Ausnahmen. Die 1819 geborene Schumann ging ihrer kreativen Leidenschaft nach und hatte den Mut, sich dem strengen Urteil der Öffentlichkeit zu stellen. Von ihr hören die Besucher das Klavierkonzert Nr. 1 a-Moll op. 7. Die junge Französin Lise de la Salle übernimmt den Solopart. Thorvaldsdottir, Jahrgang 1977, steuert „Hrim für Ensemble“ bei. Hauptwerk des Abends ist die zweite Symphonie in C-Dur von Robert Schumann – „eine der größten Leistungen der Romantik innerhalb der Gattung und ein besonders strahlendes und erhebendes Werk“, wie es in der Mitteilung heißt. Die Tickets kosten 30, ermäßigt 25 Euro.

Ebenfalls auf Gut Varrel geht das Motto-Konzert „Boygroups/Girlgroups“ der Musikschule Reckeweg am Freitag, 20. September, um 19.30 Uhr über die Bühne. Der Blick richtet sich nicht nur auf die 1990er-Jahre, in denen Bands wie die Backstreet Boys, Take That und die Spice Girls Weltruhm erlangten, sondern auch auf die Zeit davor und danach. Schüler und Lehrkräfte stehen gemeinsam auf der Bühne und spielen laut Ankündigung „etliche unvergessliche Hits und Ohrwürmer“. Kosten: fünf Euro. Diese Tickets sind nur bei der Musikschule und im Bürgerbüro erhältlich.

Das Stück „Findus zieht um“, aufgeführt vom August-Theater am Donnerstag, 26. September, um 16 Uhr im Rathaus ist bereits ausverkauft. Wie das Team von Stuhr Kultur mitteilt, liegen telefonisch reservierte Karten an der Tageskasse bereit. Darüber hinaus wird es keinen Verkauf von Tickets mehr geben.

Mit dem Projekt „Ratsgalerie“ feiert die Kunstschule Stuhr (Kuss) ihr 30-jähriges Bestehen. Die Ausstellung eröffnet am Donnerstag, 26. September, um 18 Uhr im Rathaus. Der Eintritt ist frei. Nicht müde wird die Kuss, immer neue Angebote und Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf die Beine zu stellen. Dabei kann sie sich auf eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde verlassen. Dieses Miteinander wird in dem Projekt sichtbar: Kunstschüler unterschiedlicher Kurse haben die Porträts aller Ratsmitglieder auf Leinwand gebannt.

Für gute Musik ist es nie zu spät, haben sich einige Musiker fortgeschrittenen Alters gedacht – und diese Einstellung in ihrem Bandnamen zum Ausdruck gebracht: Never too late spielen am Samstag, 28. September, um 20 Uhr auf Gut Varrel. Die nach eigener Auskunft Original Rentner-Band besteht aus 13 Damen und Herren und hat sich längst als fester Bestandteil der Rock-, Soul- und Bluesszene in Bremen und umzu etabliert.

Die Gruppe spielt Stücke von Santana, den Doobie Brothers, Jethro Tull, Steamhammer, Deep Purple und Joe Cocker. Aufgepeppt werden die Songs durch eigene Arrangements, etwa durch drei Saxophonbläser. Laut Mitteilung ist die Musik für alle Altersklassen geeignet. „Gerade die Besucher, die sich aufgrund ihres Alters in der Disco vielleicht nicht mehr so wohl fühlen, sind herzlich eingeladen, bei dem Konzert das Tanzbein zu schwingen“, heißt es. Tickets sind für 15, ermäßigt 12 Euro zu haben.

Sofern nicht anders vermeldet, gibt es alle Eintrittskarten bei Nordwestticket und im Bürgerbüro.

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