13 Schüler legen Prüfung ab

Blutauffrischung für Sanitätsdienst der KGS

Die Gruppe der Schulsanitäter ist nach der jüngsten Ausbildung beim Malteser Hilfsdienst wieder für die kommenden Aufgaben gewappnet. - Foto: Ostrowski

Brinkum - Kürzlich haben 13 Schülerinnen und Schüler der Kooperativen Gesamtschule (KGS) ihre Prüfungen zu Schulsanitätern abgelegt. „Das war auch dringend nötig“, kommentiert Björn Siemers, Lehrkraft an der KGS und seit 2010 Leiter dieser Arbeitsgemeinschaft (AG). Von den bislang neun ehrenamtlichen Helfern scheiden zum Ende des Schuljahres sieben aus, so dass nur noch zwei Kräfte übriggeblieben wären. Nun stehen wieder 15 Schulsanitäter zur Verfügung.

Bis zur Prüfung hätten die Bewerber viel Freizeit opfern müssen, sagt Siemers. Insgesamt hat der Kurs, der erstmals vom Malteser Hilfsdienst Bremen betreut wurde, aus fünf Trainingseinheiten à acht Stunden bestanden, hinzu kam noch eine achtstündige Prüfung. Drei Einheiten gingen in der Freizeit der Jugendlichen über die Bühne.

Zum Sanitätsdienst sei er durch seinen Cousin Kerris Dunkel gekommen, der inzwischen die Schule verlassen habe, erinnert sich der zwölfjährige Tom Müller.

Im laufenden Schuljahr hat es knapp 180 dokumentierte Einsätze des Sanitätsdienstes gegeben. Dabei handelte es sich in der Regel um Erste-Hilfe-Leistungen. Medikamente und Spritzen dürfen die Sanitäter ohnehin nicht verabreichen. „Wenn das nötig ist, müssen wir fachliche Hilfe hinzuziehen“, ergänzt Tom Müller. Bei einer heftigen Blutung am Arm dürften sie hingegen einen Pressverband anlegen.

Die Schüler könnten sich jeweils am Anfang des Schuljahres um eine Ausbildung für den Sanitätsdienst bewerben, erzählt Lehrer Björn Siemers. Das sei ab der siebten Klasse möglich. Die Obergrenze liege allerdings bei 20 Mitgliedern. Er selbst sei für die Koordination zwischen Sanitätsdienst und Schulleitung zuständig. In seiner Hand liege auch die Anwerbung von neuen Interessenten. Für die Schüler sei das soziale Engagement später bei der Bewerbung um einen Arbeitsplatz von Nutzen, fügt Siemers hinzu.

Der 16-jährige Brian Boland ist inzwischen seit zwei Jahren dabei und fungiert zusammen mit Fynn Teubert als Leiter der Gruppe. Diese trifft sich jeweils freitags in der siebten und achten Schulstunde, um Einsatzpläne zu besprechen. Zwei bis drei Schüler sind im Wechsel stets mit Meldeempfängern ausgestattet. Wenn diese einen Ton von sich geben, müssen die Helfer den Unterricht verlassen und sich Informationen zum Einsatz aus dem Sekretariat holen, berichtet Brian Boland.

Die Siebtklässler dürfen noch nicht alleine agieren, sie müssen immer einen älteren Schulkameraden an ihrer Seite haben. Ab der achten Klasse ist ein alleiniger Einsatz möglich.

Die Präsenz auf Sportfesten und anderen Schulveranstaltungen gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Schulsanitäter. Hierfür stehen Rucksäcke und Tragetaschen mit medizinischem Gerät sowie eine Katastrophenschutztrage zur Verfügung. - bos

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