Organisatoren warten Ergebnisse der aktuellen Probe ab

Blaualgen im Silbersee: Duathlon statt Triathlon?

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Ein Schild weist mögliche Badegäste seit vergangener Woche auf die Gefahr durch Blaualgen hin. 

Stuhr - Von Sandra Bischoff. Ob aus dem Silbersee-Triathlon in diesem Jahr ein Duathlon wird, das entscheidet sich voraussichtlich erst am Freitag. Denn dann liegen die Ergebnisse der Proben vor, die das Gesundheitsamt am Montag entnommen hat. Seit etwa anderthalb Wochen besteht eine Blaualgenwarnung für das Badegewässer.

„Wir können leider noch gar nicht sagen, welche Disziplinen der Wettbewerb enthalten wird“, sagt Jan Neubauer, Organisationsleiter des Triathlons beim ausrichtenden LC Hansa Stuhr, auf Anfrage. Bleiben die Resultate der aktuellen Wasserprobe unterhalb der Grenzwerte, wird es laut Neubauer am kommenden Sonntag einen Triathlon geben. Sind die Werte erhöht, steht ein Duathlon auf dem Programm. „Dann ersetzen wir das Schwimmen durch einen zweiten Laufpart“, sagt Neubauer.

Seit Mitte vergangener Woche liege ein Plan B in der Schublade, erklärt der Organisationsleiter. „Wir haben zum Beispiel den Startpunkt für den möglichen neuen Lauf ausgeguckt.“ Seiner Aussage nach ist der Stuhrer Triathlon das erste Mal von einer Blaualgenwarnung im See betroffen. Neubauer nimmt es relativ gelassen. „Das liegt außerhalb unseres Einflussbereichs, wir können es leider nicht ändern.“

Allerdings sei es nicht ungewöhnlich, dass das Schwimmen ersetzt werde, sagt Neubauer und verweist auf Wettkämpfe im Juni in Süddeutschland. Als dort Flüsse wegen des starken Regens über die Ufer getreten waren, hätten die Veranstalter reagiert und die Disziplin gestrichen. „Das passiert öfter mal.“

Der Stuhrer Umweltbeauftragte Marc Plitzko ist jedoch relativ zuversichtlich, dass der Triathlon wie geplant stattfinden kann. „Die Lage ist de facto nicht dramatisch.“ Es gebe lediglich eine Warnung, aber kein Badeverbot. Akute Gefahr bestehe erst, wenn die Algen sich auflösten und Schlieren auf der Wasseroberfläche bildeten. 

Zurzeit seien solche sogenannten Ausrahmungen jedoch nicht zu erkennen. „Das Gesundheitsamt hat bestätigt, dass die Situation ungefährlich ist, wenn das Wasser so klar ist, dass man in 30 Zentimetern Tiefe den Grund erkennen kann.“ Das sei derzeit gegeben, obwohl das Wasser eine Grünfärbung aufweise. 

„Außerdem wird es auch gerade etwas kühler, das kommt uns zugute. Aber wir haben es hier nicht mit einem gechlorten Schwimmbad zu tun, die Natur schwankt eben.“ Trotzdem müsse jeder für sich entscheiden, ob er während der jetzigen Warnung ein Bad im Silbersee nehme.

Morgen sollen die Laborergebnisse vorliegen, sagt Plitzko. Erst dann kann auch der LC Hansa entscheiden, ob sich die Teilnehmer des Wettkampfs in die Fluten stürzen können oder nicht.

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