Neuntklässler gestalten das MGH-Programm mit / Leiterin Daniela Gräf: „Vieles können wir sofort umsetzen“

Bingo, Talentshow, Kickboxen und weitere Ideen

Leonie (15, v.r.) und Eleini (14) präsentieren in der ehemaligen Backstube des Brinkumer Mehr-Generationen-Hauses (MGH) ihren Vorschlag für eine Bingo-Veranstaltung. Die Leiterin des MGH Daniela Gräf und Lehrerin Heidrun Meier hören aufmerksam zu.

Brinkum - Von Rainer Jysch. „Wir schlagen ein Bingo-Spiel für über 30-Jährige vor. Das kann jeden ersten Freitag im Monat für bis zu 20 Personen stattfinden, von 18.30 bis 20 Uhr.“ Leonie (15) und Eleini (14) aus dem neunten Realschuljahrgang der KGS-Brinkum haben sich Gedanken gemacht, welche Veranstaltungen im Brinkumer Mehrgenerationenhaus (MGH) neben den bereits regelmäßigen Terminen angeboten werden könnten. Am Dienstag haben sie und weitere Schüler ihre Ideen der Leiterin des MGH, Daniela Gräf, Lehrerin Heidrun Meier sowie den Mitschülern in der ehemaligen Backstube des „Schaumlöffelhauses“ präsentiert. Auch für die Finanzierung haben Leonie und Eleini einen Plan: „Wer etwas essen oder trinken möchte, gibt eine kleine Spende an das MGH.“

Sieben Schüler-Teams haben Vorschläge erarbeitet, die sie an diesem Tag vorstellten. Erst vor einer Woche hatte sich die Schülergruppe im Rahmen eines sogenannten berufsorientierenden Profils „Gesundheit und Soziales“ das MGH von Daniela Gräf bei einem Rundgang erklären lassen. Nur einen Tag hatten sie Zeit, sich eigene Veranstaltungen auszudenken und dafür einen Flyer mit den wichtigen Details zu entwerfen.

Zoe, Lea und Jasmin (alle 15) möchten Sechs- bis Zehnjährigen die Kunst näher bringen. „Kunst für Kinder“ nennen sie ihren Malkurs, der zweimal im Monat von 16 bis 17.30 Uhr das MGH-Programm bereichern könnte. „Die Eltern können in dieser Zeit im Hause Kaffee trinken und Kuchen essen.“

An Senioren richtet sich das Angebot, das sich Gillian (14), Lucia und Pia-Marie (beide 15) ausgedacht haben. „Wir schlagen zwei Seniorenkochgruppen für über 60-Jährige vor, eine davon kocht vegetarisch“, sind sich die drei Mädchen einig. Veranstaltungsort soll allerdings die Hauswirtschaftsküche der KGS sein; Treffpunkt auf dem Parkplatz vor der Schule. Dort wollen sie ihre Teilnehmer abholen, „weil die Küche für Fremde schwer zu finden ist.“ Pläne für zwei Drei-Gänge-Menüs haben sie in der Schublade und hoffen auf eine Finanzierung durch die Krankenkassen, „weil es um gesunde Ernährung geht“.

Einmal im Jahr möchten Kirill, Marlo (beide 15) und Mika (16) eine „Talentshow“ mit Kindern von acht bis 16 Jahren auf die Beine stellen. In der Backstube und im Garten hinter dem MGH könnten diese ihre Talente präsentieren. Die Veranstaltung soll sich durch Eintrittsgelder finanzieren. Kirill, Marlo und Mika würden als Jury fungieren und drei Hauptpreise ausloben. „Der erste Preis wäre zweimaliges kostenloses Essen hier in der Küche.“

Zoe und Jaqueline (beide 14) haben sich eine Veranstaltung namens „AniMani“ ausgedacht. Dabei geht es um ein Anime- / Manga-Treffen für Kinder, die sich für japanische Comics begeistern.

Mia (15), Leonie und Fabian (beide 14) möchten für acht- bis zwölfjährige MGH-Besucher von Mai bis September einen Kickboxen-Kurs anbieten. Ein sportliches Angebot schlagen auch Ciara (15) und Larissa (14) vor. „Kinderreiten“ nennen sie ihren Kurs für maximal fünf Kinder, wobei der praktische Teil mit Ciaras Pferd auf einem Reiterhof in Heiligenrode verortet sein würde. Dem Kurs möchten sie theoretischen Unterricht im MGH voranstellen.

Seit 2010 gibt es solche Besuche von Schüler-Projektgruppen, wie Daniela Gräf informierte. Fünf Empfehlungen wurden in den letzten Jahren bereits umgesetzt, darunter „Lieder singen mit Flüchtlingskindern“, „Märchen – lesen und basteln“ sowie „Henna-Malerei“. Auch dieses Mal zeigte sich Daniela Gräf ganz begeistert über so viel Kreativität, die die Schüler bei ihren Planungen haben erkennen lassen.

„Das sind ja alles tolle Geschichten. Vieles können wir sofort umsetzen“, lobte sie und bedankte sich bei den Teenagern. Und an Eleini und Leonie gerichtet: „Euer Bingo-Vorschlag passt ganz wunderbar. Wir haben ein kleines Bingo-Spiel mit einer Trommel irgendwo im Büro, das wartet auf seinen Einsatz.“

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