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Bindeglied zwischen Interesse und Suche: Zweiter Neustart für Stuhrer Freiwilligenagentur „Mach Mit!“

Mit neuer Homepage geht die Freiwilligenagentur Stuhr in den zweiten Corona-Neustart.
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Mit neuer Homepage geht die Freiwilligenagentur Stuhr in den zweiten Corona-Neustart.

Zwischen erstem und zweitem Lockdown ist viel passiert bei der Freiwilligenagentur Stuhr: Bedarfsanalyse, neu gestaltete Homepage und Hygienekonzept. Ab heute bieten die ehrenamtlichen Mitarbeiter wieder Sprechstunden an

Stuhr – Wer hätte das gedacht? „Das ist schon unser zweiter Neustart in der Pandemie“, sagt Gabriele Parke, Pressewartin der Freiwilligenagentur (FA) „Mach Mit!“ in der Gemeinde Stuhr. Seit heute bietet die Tochter der Bürgerstiftung Stuhr und Schwester des Mehr-Generationen-Hauses (MGH) in Brinkum wieder reguläre Sprechstundentage an. „Wir sind froh, dass wir wieder da sind“, kommentiert FA-Leiterin Martina Klein.

Nun also der zweite Anlauf, Sprechzeiten in Präsenz anzubieten. Auf einen kurzen Funken Hoffnung nach dem ersten Lockdown im September 2020 folgte die Ernüchterung nur zwei Monate später: Wieder hieß es: „Bleibt zu Hause.“ Dieses Mal hoffen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der FA, dass die Präsenzsprechstunden länger erlaubt sind. Damit das auch so bleibt, haben sich Martina Klein, Gudrun Baumann, Gabriele Parke und Horst Pittelkow ein umfassendes Hygienekonzept ausgedacht: Bei einem persönlichen Besuch während einer der Sprechstunden ist weiterhin Abstand einzuhalten. Eine Maske muss beim Kommen und Gehen getragen werden und im gesamten MGH herrscht eine Einbahnstraßen-Regelung. Die neue 3G-Regel gilt ebenfalls. Das heißt, dass nur Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete ins MGH kommen dürfen.

Freiwilligenagentur Stuhr: Zwischen Lockdown und Bedarfsanalyse

Zwischen November vergangenen Jahres und jetzt fielen die Sprechstunden aus. Was haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter von „Mach Mit!“ während dieses langen Lockdowns gemacht? „In der Zwischenzeit haben wir gearbeitet“, erklärt Klein mit einem Schmunzeln. „Wir haben die Zeit genutzt, um den Bedarf abzuklären.“ Und der sei nach wie vor groß. Sowohl bei den Interessierten, als auch bei den Institutionen. „Es erreichten uns in der ganzen Zeit Anfragen“, meint die Leiterin der FA in Stuhr.

Durch Corona habe sich das ehrenamtliche Angebot nicht auf Links gedreht, aber doch gewandelt, erklären die Mitarbeiterinnen von „Mach Mit!“. Während des Lockdown funktionierten Outdoor-Tätigkeiten prima“, sagt Gudrun Baumann. Sie und Gabriele Parke berichten außerdem von einer Kulturschaffenden, die wegen der Pandemie ihren Job verloren hat. „Sie hat uns gefragt, wie sie ihre Stärken ehrenamtlich einbringen kann“, erinnert sich Parke. Für sie fanden sie einen ehrenamtlichen Platz „Die Leute wollen vermehrt das einbringen, was sie können“, meint Baumann. Dazu gehöre immer häufiger eine Kunstform wie Musizieren oder Malen. Sie glaubt, dass das kein Problem darstellt: „Ich bin guter Dinge.“ Und Pressewartin Parke ergänzt: „Es gab viele gute Rückmeldungen.“

Die Tür steht wieder offen: Gabriele Parke (v.l.), Gudrun Baumann und Martina Klein von der Freiwilligenagentur freuen sich, dass sie wieder Sprechstunden im MGH Stuhr-Brinkum anbieten können.

Auch der eigene Internetauftritt ist einer Frischzellenkur unterzogen worden. „Wir haben unsere Webseite neu strukturiert“, erzählt Martina Klein. Die wichtigste Neuerung sei die Rubrik „Für Interessierte“. Dort seien alle aktuellen Angebote aufgelistet und immer auf dem neuesten Stand. „Die Rubrik zeigt die Möglichkeiten des Ehrenamtes in der Gemeinde auf“, erklärt die FA-Leiterin. Zu finden ist die Homepage online unter www.freiwilligenagentur-stuhr.de.

„Das Ehrenamt ist eine gute Möglichkeit, heimisch zu werden“, sagt Baumann und spricht damit einen positiven Nebeneffekt der Freiwilligenarbeit an: „Ich rate allen, die nach Stuhr ziehen, sich ein Ehrenamt zu suchen. Dadurch entstehen Kontakte, man kommt sofort an, und man fühlt sich wie zu Hause.“ Deswegen sollte die ehrenamtliche Arbeit nach Ansicht von Klein in diesen Zeiten mehr denn je in den Vordergrund gerückt werden: „Dadurch kann man aktiv etwas tun, um das Lockdown-Gefühl loszuwerden.“

Freiwilligenagentur „Mach Mit!“ als Vermittler zwischen Vereinen und Interessierten

Doch nicht nur Personen will die FA Stuhr erreichen, sondern auch Organisationen, Vereine und Institutionen – „Mach Mit!“ sozusagen als Bindeglied zwischen den Interessierten und den Suchenden. Aber auch als Mittler für die Vereine untereinander: „Wir netzwerken viel“, erklärt Klein. „Wir bringen Leute in Kontakt und können neue Dinge anschubsen, wenn es Ideen gibt.“ Baumann stimmt zu: „Das sind unsere Stärken.“ Sie nennt ein Beispiel: „Viele Vereine kommen gar nicht auf die Idee, jemand Drittes in den Vorstand zu holen – und das, obwohl manche perfekt diese Rolle ausfüllen könnten.“

Zu guter Letzt geben die Mitarbeiter der FA noch einen Rückblick vor dem Ausblick: Vor zehn Jahren wurde die Institution gegründet. Zur Feier des Geburtstages sind Aktionen in Planung. „Wegen der Pandemie können wir noch nichts Konkretes sagen, aber wir wollen das nicht unter den Tisch fallen lassen“, sagt Gabriele Parke. Und dann wäre ja da noch die fünfte Stuhrer Ehrenamtsmesse. Sie steht allerdings erst im Frühjahr 2023 an.

Sprechstunden

Dienstags, 15 bis 17 Uhr.

Mittwochs, 15 bis 17 Uhr.

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